Geopark Ralsko, Geopark in Nordböhmen, Tschechische Republik
Der Geopark Ralsko umfasst 294 km² in der Ralská pahorkatina im Bezirk Česká Lípa, auf dem ehemaligen Militärgelände Ralsko und rund um den Břehyňský rybník und den Mácha-See. Höchster Punkt ist der 698 m hohe Berg Ralsko, ein Naturschutzgebiet; zudem liegen hier die Reservate Břehyně-Pecopala und Jestřebské slatiny.
Das Gebiet wurde 2013 gegründet und erhielt 2016 die Zertifizierung als Nationaler Geopark der Tschechischen Republik. Die Anerkennung machte es zu einem wichtigen Ort für geologische Bildung und Naturschutz im Land.
Der Name des Geoparks stammt vom Berg Ralsko (698 m), dessen Gipfelbereich ein Naturschutzgebiet ist. Zum Gebiet gehört auch die verlassene Ortschaft Jabloneček: Von ihren 105 Häusern standen 2016 nur noch zwei, und das Festival Proměny brachte damals für einen Tag Land-Art, Musik und Theater dorthin. Das Logo des Geoparks ging 2015 aus einem Wettbewerb mit 120 Entwürfen von Kindern und Erwachsenen hervor.
Das Gebiet des Geoparks überschneidet sich teilweise mit dem Landschaftsschutzgebiet Kokořínsko – Máchův kraj; höchster Punkt ist der Berg Ralsko mit 698 m, ein Naturreservat. Die Verwaltung des Geoparks veranstaltet Exkursionen und Seminare für die Öffentlichkeit, Fachleute und Schulklassen. Das frühere Militärgelände war lange gesperrt, daher erreicht man viele Orte über markierte Wege von Kuřívody, Doksy oder Hamr na Jezeře aus.
Das verlassene Dorf Jabloneček verlor 103 seiner 105 Häuser; 2016 standen nur noch zwei. Im Mai jenes Jahres brachte das Festival Proměny für einen Tag Land-Art, Musik, Theater und Bewirtung dorthin und gab dem leeren Ort symbolisch das Leben zurück.
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