Pulčín, Mittelalterliche Burgruine in der Region Zlín, Tschechische Republik.
Pulčín ist eine verfallene Felsenburg auf dem Gipfel Zámčisko im Grat Přední skály, etwa 400 m südwestlich des Hradisko in der Reserve Pulčín–Hradisko. Der Kern war ein Sandsteinfelsen von rund 18 × 15 m an der Basis mit einer abgeflachten Plattform von etwa 7,5 m Seitenlänge, zugänglich über eine erweiterte Felsspalte und eingehauene Stufen. Am Südwest- und Nordwestfuß lief eine etwa 1,5 m dicke Mauer aus sandigem Mörtel, und nordöstlich lag ein Hof von etwa 20 × 15 m, abgetrennt durch einen über 7 m tiefen und rund 12 m breiten Graben.
Pulčín, ursprünglich Plučiny genannt, entstand wohl um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert: Die meisten gefundenen Keramiken stammen aus dem 15. Jahrhundert, keine aus dem 14. Es sicherte den Střelenský-Pass und wird 1426 erstmals schriftlich als Gut König Sigismunds von Luxemburg erwähnt. Der Raubritter Miroslav von Cimburk wird 1437 mit dem Sitz in Verbindung gebracht. Um 1470 wurde die Burg in den böhmisch-ungarischen Kriegen zerstört und 1517, 1518 und 1520 als wüst verzeichnet.
Die Ruinen zeigen, wie Menschen im Mittelalter gebaut haben, mit Steinmauern und Befestigungselementen, die noch heute sichtbar sind. Diese Überreste helfen zu verstehen, welche Techniken damals verwendet wurden.
Das Gelände ist über ausgeschilderte Wanderwege erreichbar, und Informationstafeln erklären die verschiedenen Bereiche. Besucher sollten gutes Schuhwerk tragen und mit unebenen Flächen rechnen.
Die örtliche Überlieferung verlegte die Burg auf den Hradisko, den höchsten Gipfel des Schutzgebiets, doch die Forschung zeigte, dass sie am Zámčisko auf dem Grat Přední skály stand. Der Kern war ein Sandsteinfelsen von etwa 18 × 15 m an der Basis mit einer oberen Plattform von rund 7,5 m Seitenlänge, die über eine bearbeitete natürliche Spalte und eingehauene Stufen erreichbar war.
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