Franziskanerkloster Hostinné, Franziskanerkloster in Hostinné, Tschechische Republik.
Das Franziskanerkloster in Hostinné liegt südöstlich außerhalb der Stadtmauern jenseits eines Baches. Es besteht aus der frühbarocken Kirche des heiligen Franz von Assisi, einem einstöckigen Konvent um einen Kreuzganghof und einer Mauer mit früheren Grabmälern. Die Kirche ist zweischiffig und hat ein Walmdach mit verziertem Giebel; im südöstlichen Schiff ist ein großer Teil der älteren Renaissance-Friedhofskirche erhalten, und ein Portal trägt die Jahreszahl 1598.
Vilém Lamboy, der Hostinné 1635 erwarb, suchte einen Orden für die Stadt; die Franziskaner kamen am 23. November 1666 an und erhielten 1674 die Friedhofskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Martin Reiner aus der Prager Neustadt begann 1677 mit dem Klosterbau, doch Geldmangel unterbrach die Arbeiten bis 1680, als Reiner starb und sein Polier Wolfgang Dientzenhofer übernahm. 1683 wurde weitergebaut, am 8. August 1684 zogen die Mönche in den unfertigen Konvent, 1687 war der Bau vollendet.
Der Komplex beherbergt eine Kunstgalerie mit Gipsabgüssen klassischer Skulpturen, die von der Prager Universität stammen und zeigen, wie Menschen hier Kunstwerke zusammenbrachten. Besucher können durch die Räume gehen und antike Kunst in dieser religiösen Umgebung entdecken.
Die Stätte bietet Parkplätze direkt auf dem Gelände und beherbergt auch die städtische Bücherei in ihren historischen Räumen. Besucher können den Ort mit Auto erreichen und zusätzlich die Bibliothek erkunden.
Das Konvent ist das einzige erhaltene Werk Wolfgang Dientzenhofers, der die Baustelle nach dem Tod Martin Reiners im Jahr 1680 übernahm. Im südöstlichen Schiff der Kirche ist ein großer Teil der älteren Renaissance-Friedhofskirche erhalten, und ein Portal in der rechten Fensterachse trägt die Jahreszahl 1598.
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