Feste Buzice, Befestigtes Haus und Burgruine in Südböhmen, Tschechische Republik
Buzice ist ein befestigter Adelssitz am linken Ufer der Lomnice, traditionell als Feste bezeichnet, von Tomáš Durdík aber zu den Burgen gezählt. Ältester Teil ist ein ruinöser viergeschossiger Wohnturm mit trapezförmigem Grundriss, dessen Zugang im ersten Obergeschoss ein Spitzbogenportal mit Aussparung für eine Zugbrücke bildet. Entlang der Nordostmauer steht die Mauer eines Palas, und eine polygonale Bastion mit rundem Inneren verstärkte die Südostecke.
Das Geschlecht Buzický besaß diesen Sitz seit 1384, als Předota von Buzice erstmals urkundlich erwähnt wird. Zdeněk Lev von Rosental erwarb ihn 1498 und schlug ihn der Herrschaft Blatná zu; 1527 wurde die Feste als wüst bezeichnet. Ende des 16. Jahrhunderts ließ Wenzel Rozdrazowsky von Rozdrazow sie zu einem Speicher umbauen.
Der Ort zeigt, wie Adelsfamilien ihre Häuser sowohl zum Wohnen als auch zur Verteidigung bauten. Man kann heute noch sehen, wie die Räume und Mauern für diese doppelte Nutzung geplant wurden.
Das Gelände ist abgelegen und erfordert eine eigene Anreise, um es zu besuchen. Es ist wichtig, vorher die Erreichbarkeit zu klären, da die Lage in der südböhmischen Landschaft relativ isoliert ist.
Der barocke Speicher im Kern entstand erst im 17. Jahrhundert, lange nachdem die Feste 1527 als wüst bezeichnet worden war. Deutsche Quellen datieren den Umbau der Residenz zum Speicher an das Ende des 16. Jahrhunderts unter Wenzel Rozdrazowsky von Rozdrazow. In den Jahren 1967 und 1968 diente die Anlage als Kulisse für Hynek Bočans Film Čest a sláva.
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