Stone bridge in Rabštejn nad Střelou, Mittelalterliche Steinbrücke in Rabštejn nad Střelou, Tschechische Republik.
Die Steinbrücke in Rabštejn nad Střelou ist eine einspurige Straßenbrücke über die Střela, 55 Meter lang und 4,3 Meter breit, mit Bögen von sechs Metern Spannweite. Der untere Teil besteht aus glatt behauenen Quadern von grobkörnigem Sandstein, der obere aus rohem Bruchstein und Schiefer, und die Brüstungsmauer ist mit Granitplatten abgedeckt. Der Pfeiler hat einen Eisbrecher.
Oldřich Pluh z Rabštejna, ein Günstling König Johanns von Luxemburg, kaufte das Gut Rabštejn nach 1321, ließ die Burg umbauen und die Stadt gründen, für die er am 21. September 1337 das Prager Stadtrecht erhielt. Die Brücke soll 1335–1340 erbaut worden sein und die Landstraße von Cheb über Loket, Žlutice und Rakovník nach Prag getragen haben. Sie wäre älter als die Karlsbrücke und nach der Steinbrücke von Písek die zweitälteste erhaltene Brücke Tschechiens.
Die Brücke diente als Drehort für tschechische und ausländische Produktionen: Hier wurden die Filme Šťastný smolař und Svatojánský věneček gedreht, und 2011 war sie Schauplatz des Remix-Videos zu Personal Jesus von Depeche Mode. Auf der Brücke standen einst eine Barockstatue des hl. Johannes Nepomuk und ein Holzkreuz; die Statue wurde auf einen nahen Felsen versetzt.
Die Brücke trägt die einspurige Straße II/206, daher auf Fahrzeuge achten; bergab von Nový Dvůr kommende Fahrzeuge haben Vorfahrt, das Höchstgewicht liegt bei 24 Tonnen. Sie liegt am nordöstlichen Rand der ehemaligen historischen Stadt, die Fahrbahn ist 4,3 Meter breit. Die Statue des hl. Johannes Nepomuk, die auf der Brücke stand, wurde auf einen nahen Felsen versetzt.
Der Ort gehört heute zur Gemeinde Manětín, war aber lange Zeit als eines der kleinsten Siedlungszentren in Mitteleuropa bekannt. Diese ungewöhnliche Geschichte verleiht der Brücke eine besondere historische Bedeutung für die lokale Identität.
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