Rabštejn nad Střelou, Burgruine in Rabštejn nad Střelou, Tschechische Republik
Rabštejn nad Střelou ist eine Burgruine auf einem steilen Felsvorsprung über der Střela, heute reduziert auf eine hohe, zackige Mauer aus rauem, dunkelgrauem und braunem Stein und Mörtel, an der Basis am breitesten und nach oben schmaler werdend. Der sichtbarste Rest ist der Torso eines zweiten runden Turms und einer Ringmauer an der Front der Anlage; der Turm stand bis zu seinem Einsturz 1819 in voller Höhe. Links stehen kahle Bäume, und die Felswand darunter ist mit grauen, grünen und gelblichen Streifen durchzogen.
Oldřich Pluh z Rabštejna gründete Burg und Städtchen in den 1330er Jahren; seine Söhne übergaben sie 1357 an Karl IV. für 3000 Kopfen Meißner Groschen. Wenzel IV. verpfändete sie 1397, und nach Bränden 1532 und wechselnden Besitzern verfiel sie zur Ruine. Ab 1705 ließ František Karel z Pöttingu die alte Burg zu einem Barockschloss umbauen.
Die Burg gab der Stadt Rabštejn nad Střelou ihren Namen. Ein 1483 von Burian II. von Gutštejn gegründetes Karmelitenkloster stand neben der Burg, bis die Bürger es 1532 niederbrannten; 1666 wurde an dieser Stelle ein Servitenkloster mit der Anselm Lurag zugeschriebenen Kirche Unserer Lieben Frau von den Schmerzen errichtet. Die Burg ist heute ein Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.
Die Burg liegt auf einem Sporn über der Střela, dessen Westseite eine natürliche Felsspalte abgrenzt, durch die die Straße nach Manětín führt. Das Gelände ist uneben und teils bewachsen; das leerstehende Servitenkloster daneben ist verschlossen, das Barockschloss ist meist im Sommer geöffnet.
Der runde Bergfrit-Turm stand bis zu seiner Einsturz im Jahr 1819 in voller Höhe; erhalten ist nur sein Erdgeschoss. Er wurde errichtet, weil die Burg Sychrov weiter oben gegründet wurde, und ermöglichte der Besatzung von Rabštejn die Beobachtung dieser Nachbarburg. Eine Zeichnung von 1470 und ein Stich von Mauritius Vogt von 1712 überliefern seine frühere Gestalt.
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