Chotýšany, Barockschloss in Chotýšany, Tschechische Republik.
Chotýšany ist ein Barockschloss im Dorf Chotýšany, das 1743 neben einer älteren Feste errichtet wurde. Der rechteckige Baukörper hat Ecken, die durch bossierte Lisenen betont sind; in der Südfassade liegt das Eingangsportal, hinter dem eine Halle zu je vier Räumen an den Seiten führt. 1830 wurde ein neugotischer Nordflügel mit sieben über einen Arkadengang zugänglichen Räumen angebaut.
Hier stand seit dem 13. Jahrhundert eine Feste des Ritters Mrákota von Chotýšany. 1743 ließ Arnošt František I., Graf von Vrtby, das Schloss neben der alten Feste errichten, die zum Schlossbrauhaus wurde. Die Familie Vratislav von Mitrovice hielt die Herrschaft bis 1872, als der letzte männliche Erbe sie verkaufte; danach wechselten die Besitzer rasch und vernachlässigten das Gebäude. 1948 verlor die Familie Langhammer das Schloss.
Der Name des Schlosses stammt vom Dorf Chotýšany, wo seit dem 13. Jahrhundert eine Feste des Ritters Mrákota stand. Nach 1743 wurde die alte Feste zur Gutbrauerei umgebaut, und in der kommunistischen Zeit beherbergte der Ort eine Ortsbibliothek. Auf dem Areal wächst eine geschützte Platane (Platanus hispanica).
Das Schloss ist zur Zeit für Besucher nicht zugänglich, da es unter Denkmalschutz steht und Sanierungsarbeiten erforderlich sind. Das Gebäude liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von Prag und kann von außen besichtigt werden.
Auf dem Areal steht eine geschützte Ahornblättrige Platane (Platanus hispanica), die als Gedenkbaum eingetragen ist. Erhalten sind zudem das Erdgeschoss des mittelalterlichen Turms mit seinem Ziegeltonnengewölbe und ein Stück der alten Ringmauer im Norden, an die später ein Renaissancebau mit tonnengewölbten Räumen im Erdgeschoss angebaut wurde.
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