Paulanerkloster Neupaka, Kloster in Nová Paka, Tschechische Republik.
Das Paulanerkloster in Nová Paka besteht aus schlichten, mehrgeschossigen Konventgebäuden mit schmucklosen Fassaden, die einen quadratischen Kreuzganghof an drei Seiten umschließen; die vierte Seite bildet nur der Kreuzgang. Die angrenzende Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein einschiffiger, nicht geosteter Bau auf rechteckigem Grundriss mit abgeschrägten Ecken; das Schiff ist rund 41 Meter lang und in fünf Joche gegliedert. Die Südfassade hat paarweise Pilaster, ein Segmenttympanon und einen Giebel mit Nischen und Heiligenstatuen.
Rudolf von Tiefenbach, Besitzer der Herrschaft Kumburk, vermachte den Paulanern in seinem Testament von 1650 Geld und verpflichtete seine Erben zum Klosterbau. Seine Witwe Marie Eva ließ neben der alten Kapelle die Fundamente ausheben; der Grundstein wurde am 25. Juni 1655 gelegt. Erst 1701 zogen die ersten Brüder ein; die größere Kirche Mariä Himmelfahrt, 1709 begonnen, wurde 1724 geweiht. Die Reformen Josephs II. hoben das Kloster 1785 auf.
Der Name des Klosters stammt vom Paulanerorden, dessen Brüder erst 1701 einzogen, 46 Jahre nach der Grundsteinlegung 1655. Der Ort war lange ein Wallfahrtsziel wegen einer kleinen Marienstatue, wohl um 1500 entstanden, die heute den Hauptaltar ziert.
Der Klosterkomplex liegt westlich der Kirche, deren einschiffiges Langhaus etwa 41 Meter lang ist. Die Gebäude gehören heute dem Verein Život bez bariér, der sie zu einem Gemeinschaftszentrum und einer Basis für soziale Dienste umbaut; die Rosenkranztreppe vor der Kirche wurde nach ihrer Einstufung als baufällig im Jahr 2019 für 4,3 Millionen CZK saniert.
Die Klosterkirche hat ein einziges, rund 41 Meter langes Schiff mit fünf quer gestellten, sich überschneidenden Ellipsen, eine Lösung, die zu den fortschrittlichsten spätbarocken Innenräumen Böhmens gezählt wird. Der Architekt ist unbekannt; Fachleute nennen meist Kryštof Dientzenhofer, manchmal Tomáš Haffenecker.
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