Líšeň Chateau, Barockschloss in Líšeň, Tschechische Republik.
Lisen Schloss ist ein barockes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit weißen Außenwänden, symmetrischen Flügeln und kunstvoll gestalteten Fenstern. Das Gebäude wird von gepflegten Gärten umgeben, die harmonisch in die gesamte Anlage integriert sind.
An dieser Stelle stand bis 1714 eine Renaissancefestung aus dem frühen 17. Jahrhundert, als Jan Kryštof von Freyenfels die Herrschaft Líšeň erwarb und mit dem Bau eines neuen Schlosses begann, das wahrscheinlich von Christian Alexander Oedtl entworfen wurde. Die Kapelle wurde um 1724 oder 1727 angebaut, und die Familie Belcredi, die die Herrschaft 1819 erbte, ließ das Schloss im klassizistischen Stil umgestalten. Sie behielt es bis 1949, als es der tschechoslowakische Staat beschlagnahmte; 1992 wurde es zurückgegeben und später restauriert.
Die Familie Belcredi, die das Gut 1819 erbte, hinterließ ihre Spuren am Schloss: Über dem Balkonportikus trägt die Traufgesims das Wappen und den Wahlspruch „Et a Domino factum est istud“. Seit 1967 gibt es im Schloss einen Zeremoniensaal; nach der Restitution 1992 und dem Wiederaufbau dient es heute als Hotel und Ort für Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen.
Das Schloss steht im Zentrum von Brno-Líšeň, östlich des Platzes, wobei die Wirtschaftsgebäude an seine Ostseite anschließen. Die Anlage wird heute als Hotel und Ort für Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen genutzt; ein Besuch richtet sich daher nach dem jeweiligen Programm und nicht nach festen Besichtigungszeiten.
Der 1,5 Hektar große Park südlich des Schlosses wurde vor 1826 von einem regelmäßigen Barockgarten in einen Landschaftspark umgewandelt, behielt aber seine ursprüngliche Anlage und zwei Alleen. 1985 zählte Karel Hieke hier 8 Nadel- und 44 Laubbäume, darunter eine Schlitzbuche und eine 'Wareana'-Thuja.
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