Church of Assumption of the Virgin Mary, Neugotische Kirche in Stará Ves, Tschechien
Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein einschiffiger neugotischer Bau mit rechteckigem Querschiff und einem 60 Meter hohen quadratischen Turm an der Südseite. Der Turm wird im oberen Teil achteckig, trägt an drei Seiten Zifferblätter und endet in einem achtseitigen Pyramidendach. Ein fünfseitiger Chor schließt den Norden ab, flankiert von einer Seitenkapelle und einer Sakristei. Abgetreppte Strebepfeiler stützen die Außenwände, und die Fenster tragen ornamentale Glasmalereien, darunter eine Madonna in der Mandorla im Chor.
Eine Kirche in Stará Ves ist seit 1625 durch ein Visitationsprotokoll belegt. Sie fasste höchstens 200 Gläubige für rund 1.300 Pfarrangehörige aus Stará Ves und Přestavlky; das rissige Gewölbe der 1768 angebauten Sakristei beunruhigte eine Kommission nach der Visitation von 1872. Die Pläne des Architekten Gustav Meretta führten zum Abbruch am 19. Mai 1880 und zum Bau durch den Baumeister Vilém Žák aus Přerov, der 1881 vollendet wurde. Erzbischof Bedřich von Fürstenberk weihte die neue Kirche am 15. Oktober 1882; die Kosten erreichten 46.105 Gulden und 34 Kreuzer.
Die Kirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht; ihr Bild in der Mandorla erscheint im mittleren Glasfenster des Presbyteriums. Die Innenausstattung umfasst Pflanzenornamentmalerei von Ruda Kubíček aus Uherské Hradiště aus dem Jahr 1908, die Altarbilder schuf der Wiener Maler Johannes Gärtner. Die Metallarbeiten führte Johann Lefenda aus Olomouc aus.
Die Kirche steht im Zentrum von Stará Ves; ihr 60 Meter hoher Turm mit Zifferblättern dient als Orientierungspunkt. Das Innere ist bei Gottesdiensten und zu Gemeindeveranstaltungen zugänglich, die Pfarrei Stará Ves veröffentlicht aktuelle Angaben. Man betritt das Schiff unter dem Sterngewölbe der Vierung, dahinter liegt der fünfseitig geschlossene Presbyterium hinter dem spitzen Triumphbogen.
Nach lokaler Überlieferung erprobte der Architekt Gustav Meretta am Turm dieser Kirche Bauverfahren, die er später beim neugotischen Umbau des Olmützer Doms anwandte. Der 60 Meter hohe Turm hat einen achteckigen Aufsatz, Zifferblätter an drei Seiten und ein achtseitiges Pyramidendach.
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