Štramberk, Mittelalterliche Burgruine in Štramberk, Tschechische Republik.
Štramberk ist eine Burgruine in der Region Mährisch-Schlesien mit einem zylindrischen Turm als Hauptstruktur. Der Turm namens Trúba ragt etwa 40 Meter in die Höhe und hat einen Durchmesser von etwa 10 Metern, während die übrigen Anlagen zu Mauerresten und Fundamenten verfallen sind.
Die Burg entstand im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts, wohl von den Benešovci gegründet. Markgraf Jan Jindřich erwarb sie und ließ in der Vorburg einen neuen Palast errichten, der mit der Stadtmauer verbunden wurde. 1481–1523 gehörte sie den Herren von Hustopeče, dann den Žerotín, die Jan Jindřichs Palast vor 1558 im Renaissancestil umbauen ließen. Von 1624 bis 1773 unterhielten die Jesuiten die Burg; nach 1783 stürzte ein Teil ein und das Mauerwerk wurde als Baumaterial abgetragen.
Der Kern der Burg ist nach dem Bergfried Trúba benannt, dessen Name „Horn“ oder „Röhre“ bedeutet. Seit 1899 errichtete der Tschechoslowakische Touristenklub auf dem Gelände die Bauten Jaroňkova útulna und Hrstkova chata; letztere dient heute als Restaurant.
Die Ruinen sind das ganze Jahr über zugänglich und können ohne Ticket besucht werden. Der Aufstieg zum Turm ist steil, aber der Weg ist markiert und führt zu einer Aussichtsplattform mit Blicken über die umliegende Landschaft.
Der Kern der ältesten Bauphase war ein Burgtyp mit Bergfrit: ein annähernd rechteckiger Grundriss von etwa 30 auf 15 Metern, umschlossen von einer 1,5 Meter dicken Mauer. Der Bergfrit namens Trúba steht im Nordosten, gegenüber lag ein Turmpalast von 11 auf 15 Metern; keiner der beiden Paläste ist erhalten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.680 Mitwirkenden weltweit.