Kundratice, Kulturdenkmal und Schloss in Kundratice, Tschechische Republik
Kundratice ist ein eingeschossiges Schloss mit rechteckigem Grundriss, elf Fensterachsen an der Längsseite und fünf an der Schmalseite. Die Fassaden haben ein Kordonband und ein rustiziertes Erdgeschoss; die Fenster im Obergeschoss besitzen flache Rahmungen mit Schlusssteinen, die Rosetten und Kanneluren tragen. Die Eingangsfassade wird von einem dreiachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und Uhr betont, dem ein Portikus auf zylindrischen Säulen und Halbsäulen mit einem Balkon und Ziergeländer vorgelagert ist.
Ein Renaissance-Herrensitz mit Brauerei ist 1684 belegt, als Adam Bartoloměj Koc z Dobrše das Gut Kundratice an Vilím Alex Běšin verkaufte. Die Familie Villani, Eigentümerin von 1710 bis 1865, baute die alte Feste wohl Mitte des 18. Jahrhunderts zum Schloss um, und Umbauten im 19. Jahrhundert gaben ihm seine Empire-Form. 1948 verstaatlicht, wurde es 1992 an Eliška Hašková-Coolidge, Enkelin des Bankiers František Hašek, zurückgegeben.
Das Schloss trägt den Namen des Dorfes Kundratice bei Hartmanice im Bezirk Klatovy. Die Familie Villani lebte hier bis 1865, und zum Gut gehörten auch das Dorf Kříženec und der Kundratitzer Hof. 1948 wurde das Gebäude verstaatlicht und verfiel; 1992 erhielt es Eliška Hašková-Coolidge zurück, die Enkelin des Zwischenkriegsbesitzers, des Bankiers František Hašek.
Die Besichtigung ist möglich, aber es ist ratsam, sich vorher über die aktuelle Zugänglichkeit und Nutzung vor Ort zu informieren. Der ländliche Standort erfordert eigenständige Anfahrt und etwas Orientierungssinn, um den Ort zu finden.
Eine Brücke führt direkt in das erste Obergeschoss der Westfassade und bildet so einen ungewöhnlichen Zugang zum englischen Park. Der Park enthält außerdem Reste von Gartenbauten und die Ruine eines zweigeschossigen Speichers mit Mansarddach und Fassaden mit Lisänenrahmen, der außerhalb des Schlosshofs errichtet wurde.
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