Augustiner-Barfüßerkloster Tabor, Augustinerkloster und Kulturdenkmal in Tábor, Tschechische Republik.
Das Augustinerkloster ist ein Gebäudekomplex mit einer klassisch-barocken Fassade, der sich an der Náměstí Mikuláše z Husi Platz im Zentrum Tábors erhebt. Der Komplex beherbergt heute das städtische Museum mit verschiedenen Ausstellungen zur Regionalgeschichte.
Die barfüßigen Augustiner kamen 1640 nach Tábor und legten am 8. September 1642 den Grundstein für die Kirche Mariä Geburt. Das Kloster wurde zwischen 1642 und 1666 nach Plänen des italienischen Architekten Antonio de Alfieri errichtet. Kaiser Joseph II. hob das Konvent 1785 auf; der letzte Ordensmann starb 1819. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Gebäude in das städtische Gefängnis umgewandelt, das bis in die 1950er Jahre in Betrieb war.
Die Klosterchronik berichtet, dass die Stadt die Augustiner-Barfüßer 1640 aufnahm, um die Erinnerung an Jan Žižka zu tilgen, den sie als Gründer eines schändlichen Ortes der Ketzer bezeichnet. Die Brüder betreuten die Pfarreien Chotoviny, Hoštice und Sudoměřice und pflegten 1680 während der Pest die Sterbenden. Ihre Bibliothek und ein Teil des Archivs kamen später nach Lnáře.
Das Kloster liegt am Westrand der Altstadt am Náměstí Mikuláše z Husi, und seine Kirche ist zur Platzseite statt wie üblich nach Osten ausgerichtet. Der Bau wurde 2019 vollständig rekonstruiert und beherbergt heute die Leitung des Hussitenmuseums. Unter dem Kirchenboden liegt eine Krypta, in die 1708 die auf dem Gelände bestatteten Adligen und Bürger umgebettet wurden.
Der renommierte Architekt Antonio de Alfieri entwarf diesen Komplex und verlieh ihm seine charakteristische barocke Ästhetik. Die Kirche der Geburt Mariens, die sich innerhalb des Geländes befindet, bildet ein architektonisches Highlight des Ensembles.
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