U dubu 26, Funktionalistische Villa in Braník, Tschechische Republik.
U dubu 26 ist eine Hälfte einer funktionalistischen Doppelvilla von 1929, entworfen vom Architekten Ludvík Hilgert, der diesen Teil (Nr. 470) auch selbst errichtete; die spiegelgleiche andere Hälfte (Nr. 469) gehörte dem Bildhauer Josef Kotyza. Das zweigeschossige Haus hat ein niedriges Satteldach und einen flachen verglasten Erker aus drei Reihen von Scheiben, der das Haupttreppenhaus belichtet und den zurückgesetzten Doppeltüreingang schützt. Ein Mittelpfeiler trennt die beiden Hälften bis zur ersten Scheibenreihe.
Der Architekt Ludvík Hilgert entwarf das Haus 1929, während die Architektur in der jungen Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg völlig neue Wege ging. Dieses Gebäude entstanden in einer Zeit, als Architekten überall neue Bauweisen ausprobieren und dabei alte Traditionen hinter sich ließen.
Das Gebäude zeigt typische Merkmale der Funktionalismus-Bewegung und spiegelt die Bauphilosophie der Zwischenkriegszeit wider. Die klare Gestaltung und praktische Raumaufteilung ermöglichten Bewohnern ein modernes Wohnverhalten, das sich von traditionellen Häusern grundlegend unterschied.
Das Haus liegt im Wohnviertel Braník und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, da Straßenbahnen und Busse die Gegend bedienen. Besucher sollten beachten, dass die Umgebung typisch städtisch wirkt und der Zugang von außen begrenzt sein kann.
Die beiden Hälften der Doppelvilla gehörten verschiedenen Eigentümern: Architekt Ludvík Hilgert behielt Nr. 470 für sich, Nr. 469 gehörte dem akademischen Bildhauer Josef Kotyza. 1939 vergrößerte Hilgert das erste Obergeschoss seiner Hälfte auf Kosten eines Teils der Terrasse, die an der Fassade als Balkon erhalten blieb.
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