Raabova vila, villa in Budějovické Předměstí, Czech Republic
Raabova vila ist ein zweistöckiges Wohngebäude mit rechteckigem Grundriss und teilweise Giebeldach und teilweise Zeltdach. Die südlich ausgerichtete Fassade wird durch sgraffito-Dekoration mit dem heiligen Wenzel geschmückt und zeigt handwerkliche Details wie geschnitzte Holzrahmen an Fenstern und Ecken.
Die Villa wurde 1901 nach Entwürfen des Architekten Dušan Jurkovič gebaut, einem slowakischen Architekten bekannt für seinen Fokus auf Volkstraditionen. Sie wurde von Geschäftsmann Adolf Raab als Wohnhaus und Unterkunft für Fabrikarbeiter erbaut und steht seit 1958 unter Denkmalschutz.
Die Villa zeigt in ihrer Fassade einen großen Fresco des heiligen Wenzel, gemalt von A. Hanše, der lokale religiöse Traditionen widerspiegelt. Die Ornamentik und die geschnitzten Holzrahmen um Fenster und Ecken verwenden Motive aus der regionalen Handwerkstradition.
Die Villa liegt an der Ecke Sedláčkova und Táborská Straße im Stadtteil Budějovické Předměstí und ist leicht von der Straße aus zu sehen. Das Gebäude ist nicht für Besichtigungen von innen geöffnet, kann aber von außen bewundert werden und zeigt seine dekorativen Details deutlich.
Das Gebäude war eines von Jurkovičs ersten unabhängigen Projekten und zeigt seinen Übergang zu einem Stil, der sich von historischen Einflüssen abwandte und sich stattdessen lokalen Volksmotiven widmete. Die geschnitzten Holzträger im Inneren mit detaillierten Designs demonstrieren die handwerkliche Sorgfalt, die in die Konstruktion floss.
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