Hranice Viaducts, Eisenbahnviadukte in Hranice I-Město, Tschechische Republik.
Die Hranicer Viadukte sind drei parallele Eisenbahnbrücken über das Tal der Velička beim Bahnhof Hranice na Moravě. Die älteste, eine Ziegelbrücke von 1844–1846, ist 448,5 m lang und hat 32 Bögen, der höchste misst 11,38 m. 1873 kam eine Steinbrücke mit 426,5 m und 32 Bögen hinzu, 1910–1939 eine Betonbrücke mit 434,3 m und 30 Bögen.
Die erste Ziegelbrücke entstand 1844–1846 über dem Tal der Velička für die k.k. privilegierte Nordbahn Kaiser Ferdinands, mit bis zu 2500 Arbeitern und rund 20 Todesopfern. 1873 folgte eine parallele Steinbrücke zur Zweigleisigkeit, entworfen von Ludwig Schiele und Karl Hummel. Die dritte, Betonbrücke wurde 1910 begonnen, 1914 unterbrochen, 1915–1918 mit italienischen und russischen Kriegsgefangenen fortgeführt und erst 1939 vollendet.
Die Brücken sind seit 2007 als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik eingetragen. Der blaue Wanderweg vom Bahnhof Hranice na Moravě Richtung Lipník nad Bečvou und der rote Weg Richtung Potštát führen zu ihnen, und der Radweg 6139A verbindet den Bahnhof mit den Routen 6139 und 6058. Die Ziegelbrücke, heute ohne Gleis, erreichen Wanderer zu Fuß.
Die Viadukte liegen gleich hinter dem Bahnhof Hranice na Moravě an der Strecke Přerov–Bohumín; vom Bahnhof führt ein blauer Wanderweg nach Lipník nad Bečvou und ein roter nach Potštát, der Radweg 6139A verbindet mit den Routen 6139 und 6058. Auf der ältesten Ziegelbrücke liegt keine Gleis mehr, sie ist zu Fuß zugänglich.
Die Steinbrücke von 1873 steht nur 2,5 m von der Ziegelbrücke von 1846 entfernt, und beide berühren sich an gemeinsamen Pfeilern; später deckten Betonplatten den Zwischenraum ab. Die Betonbrücke von 1910, 5 m entfernt, ist über Stege mit den Nachbarn verbunden. Achten Sie auf die Bogenzahlen: 32, 32 und 30.
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