Brněnské Ivanovice Castle, Barockschloss in Brněnské Ivanovice, Tschechische Republik
Das Schloss Brněnské Ivanovice ist ein kleiner, freistehender Barockbau mit einem einzigen einstöckigen Flügel und zwei Trakten; das Satteldach trägt Gauben. Glatte Fassaden werden von rechteckigen Fenstern mit Rahmungen sowie Sohlbank- und Sturzgesimsen durchbrochen. Über dem Eingang rahmt eine steinerne Kartusche das Wappen des Klosters Velehrad mit der Jahreszahl 1683 und den Initialen F.P.S.A. des Abtes František Petr Sylavecký.
Brněnské Ivanovice gehörte seit dem 13. Jahrhundert dem Zisterzienserkloster Velehrad. Das Kloster errichtete dort im 14. Jahrhundert eine kleine Feste, und der Gutshof wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg zwischen 1650 und 1652 wiederhergestellt. In den Jahren 1682–1686 wurde die Feste unter Abt František Petr Sylavecký zu einem kleinen Barockschloss umgebaut, wahrscheinlich nach einem Entwurf von Giovanni Pietro Tencalla. Nach der Auflösung des Klosters 1784 ging der Besitz an private Eigentümer über.
Das Schloss trägt den Namen des Dorfes Brněnské Ivanovice, auch Nenovice genannt, und diente als Verwaltungssitz und Residenz der Zisterzienseräbte von Velehrad. In der Marienkapelle sind eine Stuckausstattung und ein Fresko eines Zisterziensers bei der Verehrung Mariens erhalten, dazu eine Nachbildung der Brünner Madonna. Schloss und Wirtschaftsgebäude stehen als Kulturdenkmal unter Schutz.
Das Schloss steht einzeln am Südrand von Brněnské Ivanovice; der Zugang zum Areal erfolgt über die Saidova-Straße, wo in einer Nische der Umfassungsmauer eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk von Jan Adam Nesmann aus dem Jahr 1766 steht. Das Gebäude ist kein regelmäßig geöffnetes Museum; Besuche hängen von den derzeitigen Eigentümern und Mietern ab.
Über dem Eingang befindet sich eine steinerne Kartusche mit dem Wappen des Klosters Velehrad, der Jahreszahl 1683 und den Initialen F.P.S.A., die auf den Abt František Petr Sylavecký als Bauherrn verweisen. In einer Nische der Umfassungsmauer beim Tor an der Saidova-Straße steht eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk von Jan Adam Nesmann, datiert 1766, die als eigenes Kulturdenkmal geschützt ist.
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