Stibralova vila, Neurenaissancevilla in Michle, Tschechische Republik.
Stibralova vila ist eine neorenaissance Villa am Südhang des Hügels Bohdalec in Michle, deren Hauptfassade nach Süden weist. Ein profiliertes Kordonband läuft im Obergeschoss um, alle Ecken sind gequadert, und das Kranzgesims ist mit einem Zahnschnitt versehen. Die dreiachsige Südfront wird von einem vorspringenden dreiteiligen Fenster mit Balustrade betont, rechts davon liegen zwei verglaste Terrassen.
Architekt Jiří Stibral erbaute diese neorenaissance Villa zwischen 1894 und 1906 nach eigenem Entwurf; sein Bruder Karel, Gärtner, war Miteigentümer und zweiter Bauherr. Die Pläne wurden am 30. Juni 1894 unterzeichnet und im August genehmigt; beteiligt waren Zimmermann Josef Bobek sowie die Baumeister Doležal und Lupíšek aus Žižkov. 1919 fügte Alois Zima einen Flügel hinzu, der die Villa mit dem Hang verbindet, und verband die Loggia mit der Terrasse; 1940 änderte Lubomír Zima Innenräume und Terrasse.
Die Villa entstand für zwei Brüder: den Architekten Jiří Stibral und den Gärtner Karel Stibral als Mitbesitzer. Ihren Namen trägt sie nach dem Architekten, der die Pläne selbst unterzeichnete. Der Garten am Hang des Bohdalec mit Pergolen und Granittreppen erinnert an den ursprünglich ausgedehnten Garten der 1890er Jahre.
Die Villa befindet sich in einem Wohnviertel und ist von außen einsehbar, wobei die Adresse U Plynárny 73 als Orientierungspunkt dient. Besucher können die Fassade von der Straße aus studieren und die architektonischen Details von außen betrachten.
Jiří Stibral errichtete die Villa mit seinem Bruder Karel, einem Gärtner, der Miteigentümer und zweiter Bauherr war; die Pläne wurden am 30. Juni 1894 unterzeichnet. Der Garten am Südhang des Bohdalec zeugt von dieser Zusammenarbeit, und der Anbau von 1919 durch Alois Zima verband das Haus mit dem Hang.
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