Zámek Týn nad Vltavou, Barockschloss in Týn nad Vltavou, Tschechien
Zámek Týn nad Vltavou ist ein zweigeschossiger Barockbau mit späteren klassizistischen Elementen am Nordhang des Míru-Platzes, errichtet an der Stelle dreier älterer Häuser. Sein Mansarddach stammt aus der Zeit nach dem Brand von 1796. Das Erdgeschoss hat Gewölbedecken, die Obergeschosse flache Decken, im Inneren ist eine zweiläufige Treppe erhalten; das Gebäude beherbergt das Stadtmuseum.
Das Schloss wurde 1698–1699 für die Verwaltung der Herrschaft des Prager Erzbistums erbaut und ersetzte die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Burg. Erzbischof Jan Josef Breuner ließ es auf dem Grundstück dreier älterer Häuser errichten, darunter das des Hauptmanns Matyáš Arnošt Kherner, das nach dessen Tod 1661 eingezogen worden war. Architekt Antonio de Allfieri entwarf es; ein Brand 1796 führte zu klassizistischen Umbauten.
Im Schloss befindet sich das Stadtmuseum; seine Ausstellungen gelten der Geschichte der Region Vltavotýn und ihren Persönlichkeiten, darunter der Regisseur Alfréd Radok. Ein eigener Raum ist den Moldaviten gewidmet, den grünen Steinen Südböhmens, und im zweiten Stock ist eine umfangreiche Ausstellung zum Puppenspiel zu sehen.
Das Schloss steht am Nordhang des Míru-Platzes im historischen Kern von Týn nad Vltavou. Das städtische Informationszentrum hinter dem Gebäude vermittelt den Zugang zu den historischen unterirdischen Gängen, die in den Fels unter dem Schloss getrieben wurden. Das Stadtmuseum mit seinen Ausstellungen befindet sich im Schloss selbst.
Die Keller unter dem Schloss stehen mit ausgedehnten, direkt in den Fels gehauenen unterirdischen Gängen in Verbindung. Das städtische Informationszentrum hinter dem Gebäude verwaltet den Zugang zu diesem historischen Untergrund, der daher von der Rückseite des Schlosses und nicht über die Museumsräume betreten wird.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.816 Mitwirkenden weltweit.