Kostel Panny Marie Královny míru, Moderne Kirche in Lhotka, Tschechische Republik.
Kostel Panny Marie Královny míru ist eine zweischiffige katholische Pfarrkirche, 1937 im konstruktivistischen Stil erbaut, mit einem markanten quadratischen Turm. Im Inneren trägt eine Empore die Orgel, und hinter dem Altar steht eine Säule mit einer Nachbildung der Marienstatue von der Mariensäule am Altstädter Ring. Die Glasfenster des Presbyteriums zeigen die Kirche Maria vor Týn, den heiligen Wenzel und die heilige Agnes von Böhmen.
Die 1937 im konstruktivistischen Stil erbaute Kirche ist eine von zwölf Kirchen, die zur Erinnerung an die von einer Menge auf dem Altstädter Ring zerstörte Mariensäule errichtet wurden. Die Säule galt fälschlich als Symbol der österreichischen Herrschaft, erinnerte aber an die Rettung Prags vor den schwedischen Truppen am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Präsident Masaryk verurteilte ihre Zerstörung bei seiner Ankunft in Prag am 22. Dezember 1918.
Der Name der Kirche bezieht sich auf Maria als Königin des Friedens, ein Titel im Zusammenhang mit der 1918 auf dem Altstädter Ring zerstörten Mariensäule. Im Inneren zeigt Karel Stádníks Relief-Kreuzweg Christus arm, hungrig, nackt und durstig in seinen Brüdern und erinnert an die Verbrechen von Faschismus und Kommunismus.
Die Kirche steht in Prag 4-Lhotka am Hang über dem Moldautal, nahe der Wohnsiedlung Lhotka; ihr quadratischer Turm ist von der Straße aus gut zu erkennen. Sie ist eine aktive Pfarrkirche, daher richtet man den Besuch besser nach den Gottesdiensten als nach festen Öffnungszeiten. Der Eingang führt in das Schiff, darüber liegt die Orgelempore, am anderen Ende der Presbyterium mit dem Altar.
Die Nachbildung der Marienstatue steht auf einer Säule hinter dem Altar im Schiff, nicht in der Sakristei. Der Bildhauer Bohuslav Bek fertigte sie nach einem Modell von Břetislav Benda, das auf der 1918 auf dem Altstädter Ring zerstörten Statue beruht.
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