Maria column in Hostinné, Barocke Mariensäule in Hostinné, Tschechische Republik.
Die Mariensäule in Hostinné ist ein barockes Bildwerk von etwa 9,9 m Höhe auf dem Platz von Hostinné. Auf drei Stufen steht ein 180 cm hoher sechseckiger Sockel mit Pilastern und einer verglasten achteckigen Nische mit einer Statue der heiligen Rosalia; auf den Pilastern stehen sechs Heiligenstatuen. Darüber trägt ein 180 cm hoher Unterbau ein Relief der Schutzmantelmadonna und die Wappen der Lamboy, und die Unbefleckte Jungfrau steht auf einer von einer Schlange umwundenen Kugel und einer Mondsichel.
Das Denkmal wurde 1678 auf Befehl von Sibylla Lamboy erbaut, um die Stadt vor der Pest zu schützen, die damals in der Region grassierte. Es entstammt einer Zeit, in der solche Denkmäler in Mitteleuropa als Schutzzeichen gegen Epidemien errichtet wurden.
Diese Marienäule ist ein Zeichen der lokalen Frömmigkeit und zeigt, wie religiöse Verehrung in Hostinné im Alltag präsent war. Sie stand im Mittelpunkt des Gemeindelebens und prägt bis heute das Bild des zentralen Platzes.
Das Denkmal steht ganzjährig frei zugänglich auf dem zentralen Platz und ist leicht zu erreichen. Es gibt Parkplätze in der Nähe und Informationstafeln helfen Besuchern, mehr über die Geschichte und Bedeutung des Ortes zu erfahren.
Die Säule wurde mehrfach verändert: 1906 wurden der Schaft und die ursprüngliche Marienstatue ersetzt, und die 2002 beschädigte Statue des heiligen Sebastian kam ins Museum, an ihre Stelle trat eine Kopie. Zwischen 2019 und 2020 wurde das Denkmal abgebaut und Stück für Stück restauriert.
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