Barokní městské opevnění, Barockfestung in Hradec Králové, Tschechische Republik
Die Barokke Stadtbefestigung ist eine Militäranlage aus dem 18. Jahrhundert mit einem achtzackigen Grundriss und etwa 10 Meter hohen Mauern. Die Festung besitzt mehrere Eingänge und verschiedene Befestigungselemente, die unterschiedliche Funktionen im Verteidigungssystem erfüllten.
Nach den Schlesischen Kriegen, in denen Österreich die Grafschaft Glatz und Schlesien verlor, wurde Hradec Králové in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Festungsstadt umgebaut. Der Entwurf folgte den von der Schule von Mézières weiterentwickelten Grundsätzen Vaubans und stammte von Ingenieur-Oberstleutnant Václav Pavlovský von Rosenfeld und General Jakob R. Spallart. Gebaut wurde 1766 bis 1789, ab 1779 erhielten die Erdwälle eine Ziegelverkleidung. Zwei Vorstädte und der Hügel Rožberk mussten weichen.
Die Befestigungsanlage trägt den Namen nach ihrem Baustil und zeigt, wie die Stadt sich im 18. Jahrhundert militärisch absichern wollte. Menschen können heute noch sehen, wie dieser Stil die ganze Anlage prägt und welche Rolle sie im Stadtbild spielte.
Von der Festung sind nur zwei vorgeschobene Lunetten erhalten: die Pivovarská flošna, ein quadratischer Kasemattbau von 1774, lange von einer Brauerei genutzt, und die Pajkrova flošna beim Garten der Pharmazeutischen Fakultät, deren Nordmauer drei Einfahrten hat. Am Orlice-Ufer steht der etwa 3 m hohe Sandsteinkegel Panenka von 1784.
Die Anlage verfügte über ein ausgeklügeltes Wassersystem, das es ermöglichte, die umgebenden Bereiche absichtlich unter Wasser zu setzen. Dieses System war eine innovative Verteidigungsmethode, die den Zugang zur Festung zusätzlich erschwerte.
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