Chateau in Kyjov, Renaissance- und Barockschloss in Kyjov, Tschechische Republik.
Das Schloss Kyjov ist ein einstöckiger Renaissancebau mit annähernd rechteckigem Grundriss unterhalb des Hangs im Stadtzentrum, östlich des Masaryk-Platzes, und gilt als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt. Die Fassaden tragen glatten Putz mit Sgraffitomalerei, darunter Bilder von 1911 mit Szenen aus der Stadtgeschichte von Jano Köhler. Die Räume im Erdgeschoss haben meist Tonnengewölbe, die im Obergeschoss flache Decken; an der Südostseite schließt ein einstöckiger Anbau von 2010 an.
Das Gut Kyjov gehörte dem Prämonstratenserkloster Hradisko, das südlich des heutigen Schlosses eine Feste errichten ließ; sie verschwand vor der Mitte des 16. Jahrhunderts. 1538 pachtete Jan Kuna von Kunštát das Gut und kaufte es ein Jahr später; er ließ unterhalb der Kirche ein Renaissanceschloss bauen, das um 1540 vollendet wurde. Nach einem Brand 1636 wurde es wiederaufgebaut, und 1911 versah der Maler Jano Köhler die Fassaden mit Sgraffito und Szenen aus der Stadtgeschichte.
Seit 1926–1928 ist das Heimatmuseum (Vlastivědné muzeum) in dem Bau untergebracht, damals wurde es hierher verlegt. Die Fassade trägt Sgraffito-Bossen und Malereien mit Szenen aus der Stadtgeschichte, die der Maler Jano Köhler 1911 schuf. Das Museum zeigt die Sammlungen der Region Kyjov.
Das Schloss steht im Stadtzentrum, östlich des Masaryk-Platzes und unterhalb des Kirchenhangs. Das Regionalmuseum, das hier seit 1926–1928 sitzt, nutzt das Gebäude; der eingeschossige Südostanbau stammt von 2010. Die Räume im Erdgeschoss haben Tonnengewölbe, das Obergeschoss Flachdecken.
Das Schloss gilt als das älteste erhaltene Gebäude von Kyjov. Ein archäologischer Fund bei seinem Umbau im Jahr 2018 lässt vermuten, dass hier bereits Ende des 15. Jahrhunderts ein Bau stand, also vor dem Gebäude von 1540.
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