Holy Trinity column in Kynšperk nad Ohří, Barocke religiöse Säule in Kynšperk nad Ohří, Tschechische Republik
Die Heilig-Dreifaltigkeitssäule in Kynšperk nad Ohří ist eine barocke Sandsteinskulptur des Egerer Bildhauers Wilhelm Felsner, datiert auf 1700. Sie steht auf einem gestuften quadratischen Sockel im oberen Teil des náměstí Míru, mit einer korinthischen Säule, die von einer zweiseitigen Heilig-Dreifaltigkeitsgruppe in der Komposition des Gnadenstuhls bekrönt wird, bei der Gottvater den Sohn unter seinem Mantel birgt. Eine Balustrade aus graugelbem Granit umgibt sie; Sockel, Schaft und Statuen bestehen aus fein- bis mittelkörnigem Sandstein.
Die Säule wurde 1700 errichtet, wie die Inschrift MDCC am Sockel belegt, als Votum der Bürger von Kynšperk nad Ohří aus Dank dafür, dass die Stadt von der Pest verschont blieb. Ihr Schöpfer war der Egerer Bildhauer Wilhelm Felsner. Nach jahrzehntelanger Verwitterung wurde die Balustrade 1988–1990 abgebaut und repariert, die letzte Restaurierung erfolgte im November 2000.
Die deutsche Inschrift am Sockel lautet in tschechischer Übersetzung: „Zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit wurde diese Säule im Jahr 1700 errichtet“. Darunter befindet sich ein Relief der Dornenkrone, an den Seiten Akanthusranken, auf der Rückseite ein dekoratives Figurenrelief. Die Säule war ein Gelübde der Kynšperker Bürger für die Verschonung der Stadt vor der Pest.
Das Denkmal befindet sich im Zentrum des Ortes und ist zu Fuß leicht erreichbar vom Hauptplatz aus. Die beste Zeit zum Besuch ist bei Tageslicht, wenn die geschnitzten Details deutlich sichtbar sind.
Die Strahlen des Heiligenscheins an der oberen Figurengruppe wurden 2001 aus profiliertem Kupferblech gefertigt und mit Blattgold vergoldet, nach historischen Fotografien. Die vergoldeten Strahlen ersetzten verlorene Teile der Dreifaltigkeitsgruppe, in der Gottvater den Sohn unter seinem Mantel birgt.
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