Pranýř, Historischer Pranger in Náchod, Tschechische Republik.
Der Pranýř ist eine Steinsäule mit Eisenketten, die auf einem Sockel an der Ecke des Rathauses steht und eine Höhe von etwa 1,2 Metern erreicht. Die schlichte, aber charakteristische Struktur zeigt typische Merkmale der Strafarchitektur aus dieser Zeit.
Ein italienischer Steinmetz namens Carlo Serena schuf diesen Strafpfahl im Jahr 1659, und sein Name ist auf der linken Seite des Sockels eingraviert. Das Bauwerk erlebte später Instandhaltungsarbeiten, die seine ursprüngliche Form bewahrt haben.
Der Pranýř war ein Ort der öffentlichen Rechtsprechung und Abschreckung, der Bürger zusammenbrachte und die Autorität der Stadt demonstrierte. Heute erzählt die Steinsäule mit ihren Eisenketten Geschichten über Gerichtsbarkeit und soziale Ordnung in einer mittelalterlichen Stadt.
Der Pranýř liegt auf dem Masaryk-Platz unweit des Regionalmuseums und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man die Stadt erkundet. Das Denkmal befindet sich auf natürlichen Wegen in der Altstadt und ist von mehreren Sehenswürdigkeiten aus zugänglich.
Das Denkmal trägt zwei wichtige Inschriften: eine mit dem Namen des Schöpfers auf der linken Seite und eine mit Renovierungsdaten auf der rechten Seite. Diese Gravuren dokumentieren sowohl die Handwerkskunst als auch die Instandhaltungsgeschichte des Bauwerks über die Jahrhunderte hinweg.
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