Church of the Assumption of the Virgin Mary, Pfarrkirche romanischen Ursprungs in Neustupov, Tschechische Republik
Die Kirche Mariä Himmelfahrt hat einen romanischen Kern, ihre heutige Gestalt geht jedoch auf einen Renaissanceumbau und puristische Eingriffe der 1920er Jahre zurück. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit einem prismatischen Westturm und einer halbrunden Apsis am Ostende des Langhauses; ein zweiteiliger Anbau an der Nordseite enthält die Sakristei. Der Haupteingang liegt in der Südwand des Langhauses in einem frühgotischen Portal.
Die Kirche ist ab den 1280er Jahren in einer Formularsammlung des Bischofs Tobiáš von Bechyně belegt; das Patronat lag damals wohl beim Vyšehrader Kapitel. Von den 1450er Jahren bis 1620 gehörte das Dorf den Vidlák von Slavkov und den Kaplíř von Sulevice, die die Kirche als Familiengrablege nutzten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie geplündert und Särge wurden nach Ringen durchsucht; die Gebeine legte man in einen Schacht neben dem Turm. Die heutige Gestalt geht auf einen Renaissanceumbau und puristische Arbeiten der 1920er Jahre zurück.
Die Kirche steht neben der einstigen Feste Neustupov, die später zum Schloss umgebaut wurde, und diente ihren Besitzern als Familiengrablege. Von 1545 bis 1618 wurden hier Angehörige der Familien Vidlák von Slavkov und Kaplíř von Sulevice bestattet; ihre identifizierten Grabsteine sind erhalten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche geplündert, Soldaten öffneten sogar Särge auf der Suche nach Ringen und anderen Gegenständen aus Edelmetall.
Der Haupteingang liegt in der Südwand des Langhauses, gerahmt von einem frühgotischen Portal der zweiten Bauphase. Der ursprüngliche Nordzugang im ersten Obergeschoss des Westturms wurde im 19. Jahrhundert zugemauert; seither führt ein Eingang im Erdgeschoss an der Westwand mit einer Leiter in die oberen Geschosse. Auch zwei Durchgänge vom Langhaus zum Turm sind vermauert.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche geplündert, und Soldaten öffneten sogar Särge auf der Suche nach Ringen und anderen Gegenständen aus Edelmetall. Die Gebeine ließ Jan de Areyzaga, damaliger Besitzer der Herrschaft, in einem Schacht neben dem Turm beisetzen.
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