Hradiště Písecká Smoleč, Bronzezeitliche Wallburg in Písecká Smoleč, Tschechische Republik
Das Gradteil Písecká Smoleč ist eine bronzezeitliche Befestigungssiedlung, die sich auf vier Hektar über drei Bereiche erstreckt, mit einem zentralen Burgbereich von etwa 0,6 Hektar auf 375 Metern Höhe. Die Anlage wird durch Erdwälle und Gräben geschützt, die einen natürlichen Schutz mit der steil abfallenden Topografie kombinieren.
Die Siedlung entstand während der Bronzezeit und wurde später während der Eisenzeit der Knovíz-Kultur bewohnt, wie Keramikfunde belegen. Archäologische Grabungen im Jahr 1868 unter der Leitung von Martin Kolář brachten erste wissenschaftliche Erkenntnisse über die menschliche Besiedlung an diesem Ort.
Der Ort trägt seinen Namen von der nahegelegenen Moldau und war ein Zentrum regionaler Macht während der Bronzezeit. Menschen lebten hier in befestigten Häusern und nutzten die erhöhte Lage, um Handel und Bewegungen im Tal zu beobachten.
Der Zugang erfolgt über einen schmalen Hals des Hangs, der durch einen Erdwall bewacht wird und die einzige praktische Route zur Anlage darstellt. Das Gelande ist heute uber Wanderwege erreichbar, die von unten zum Ort hinaufführen.
Das Gelande wird heute vom Orlík-Stausee begrenzt, der die ursprüngliche Landschaft stark verändert hat und das Verständnis der natürlichen Schutzfunktion des Ortes erschwert. Die steilen Hange, die einst die Siedlung schützten, sind nun unter Wasser, was die Lage des Ortes für moderne Besucher weniger eindrucksvoll macht.
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