Salt House, Salzlagerhaus in Týn nad Vltavou, Tschechische Republik.
Das Salzhaus ist ein rechteckiges Steingebäude mit dicken Wänden in der Solní-Straße, das einst für die Salzlagerung bestimmt war. Der robuste Aufbau mit seinen massiven Mauern spiegelt die Anforderungen wider, die dieses wichtige Handelsgut erforderte.
Das barocke Salzhaus wurde 1708 am linken Ufer in der Malá Strana von Antonio de Alfieri errichtet, als Ersatz für ein Renaissancelager von 1593 in Podskalí, das nicht mehr ausreichte. Hier lagerte Salz aus Gmunden, das über České Budějovice und die Moldau kam; bis 1830 diente es seinem Zweck, als der Staat sein Salzmonopol aufgab. 1831 kaufte es der Unternehmer Vojtěch Lanna und richtete Werften ein.
Der Name der Straße Solní, die am Gebäude entlangführt, bewahrt die Erinnerung an den Salzhandel nach dem Abriss des älteren Lagers in Podskalí. Über den seitlichen Eingängen zeigen 1979 vom Maler Karel Mezera restaurierte Fresken einen gekrönten Löwen mit zwei Schwänzen, der sich auf ein Salzfass stützt.
Die Solnice steht am linken Ufer der Vltava in der Malá Strana, entlang der Straße Solní. Der Eingang liegt in der Mitte der langen, dem Fluss zugewandten Seite; zwei weitere Türen sind zugemauert. Das Gebäude ist stark verfallen und nicht zugänglich, man sieht es von der Straße aus.
Das Salzhaus von 1708 ist nicht mittelalterlich: Antonio de Alfieri, vielleicht sein Sohn, errichtete es, als das ältere Renaissance-Lager in Podskalí das auf der Moldau herabgebrachte Salz nicht mehr fasste. Über dem mittleren Eingang zur Moldau hin ist ein Fresko einer Meerjungfrau mit Schiff erhalten, später um eine tschechoslowakische Flagge ergänzt.
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