Chapel in Radeč, Kapelle-Schrein in Radeč, Tschechische Republik.
Die Kapelle der Jungfrau Maria in Radeč ist ein kleiner einschiffiger Bau mit halbkreisförmiger Apsis, deren Altar nach Norden ausgerichtet ist. Zwei Paare kleiner rechteckiger Fenster mit halbrundem Abschluss belichten das Schiff, und über dem Dach erhebt sich ein sechseckiger Glockenturm. Die Architektur ahmt klassizistische Formen nach, und die Kapelle liegt an der Grenze der Katastergebiete Úpice und Radeč, gehört aber ganz zu Radeč.
Die Kapelle wurde 1892 von dem Ehepaar Ježek errichtet, dem das Wirtshaus in Radeč gehörte; als Architekt gilt der Bildhauer Pátý aus Podradeč, einem Vorort von Úpice. Sie wurde bald ein lokaler Wallfahrtsort, doch der Chronist Vilém Schreiber vermerkte, die Wallfahrtslegende – ein dreizehnjähriger Junge, 1890 durch das Wasser der Quelle geheilt – sei ein Betrug gewesen, um dem Wirt Einnahmen zu sichern. Wallfahrten wurden daraufhin kirchlich verboten und später wieder geduldet; die Quelle versiegte, private Wallfahrten hielten bis in die 1970er Jahre an. Die Kapelle war nie Kircheneigentum, sondern gehörte stets Radečer Familien, und wurde am 25. November 1993 unter Denkmalschutz gestellt.
Die Kapelle ließen 1892 die Eheleute Ježek errichten, denen in Radeč das Wirtshaus gehörte, und sie wurde bald ein lokaler Wallfahrtsort, verbunden mit der Quelle daneben. Der Úpicer Chronist Vilém Schreiber bezeichnete die Wallfahrtslegende später als Betrug, der dem Wirt hungrige und durstige Pilger zuführen sollte. Wallfahrten wurden daraufhin kirchlich verboten und erst später geduldet; die Quelle versiegte mit den Jahren, doch private Wallfahrten hielten bis in die 1970er Jahre an.
Die Kapelle steht an der Grenze der Katastergebiete von Úpice und Radeč, gehört aber ganz zu Radeč. Es ist ein kleiner einschiffiger Bau, dessen Altar nach Norden ausgerichtet ist, sodass die Eingangsseite nach Süden zeigt. Die Quelle neben der Kapelle ist im Laufe der Jahre versiegt.
Die Kapelle war nie kirchliches Eigentum, sondern gehörte stets einer Familie aus Radeč. Die Glocke im sechseckigen Dachreiter ließ der Besitzer 2009 als Dank für die Geburt seines Sohnes gießen. Die Quelle neben der Kapelle, der man 1890 eine Heilung zuschrieb, ist im Laufe der Jahre versiegt.
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