Trojanův mlýn, Mühlengebäude in Praha-Suchdol, Tschechische Republik.
Trojanův mlýn ist ein Mühlengebäude in der Prager Gegend, das typische Merkmale der tschechischen Industriearchitektur mehrerer vergangener Jahrhunderte zeigt. Das Bauwerk bewahrt originale Struktur- und Konstruktionselemente aus seiner Zeit als aktive Getreidemühle.
Hier wurde seit der Mitte des 12. Jahrhunderts Getreide gemahlen, am alten Weg zwischen Levý Hradec und der Prager Burg; 1125–1140 gründete Kanoniker Zbyhněv zwei Mühlen, eine davon mit einem Wasserrad an dieser Stelle. Die hölzerne Mühle wurde zwischen 1360 und 1378 in Stein umgebaut. Die Emauser Benediktiner erweiterten sie Ende des 17. Jahrhunderts auf zwei Räder, und von 1730 bis 1857 gehörte sie der Familie Trojan.
Der Name Trojanův mlýn stammt von der Familie Trojan, der die Mühle von 1730 bis 1857 gehörte; Václav Trojan kaufte 1806 die nahe Wenzelskapelle mit Friedhof, ließ sie reparieren und neu weihen und betrieb ab 1821 auch das Wirtshaus an der Straße. Der Maler Mikoláš Aleš hielt sich in der Mühle auf, die als Drehort für die Serie Byli jednou dva písaři und die Filme Bestiář und Agent bez minulosti diente.
Der Trojanův mlýn liegt am Únětický potok im Tiché údolí von Prag 6-Suchdol, an dem alten Weg zwischen Levý Hradec und der Prager Burg. Der Denkmalschutz von 2003 gilt nicht für Umfassungsmauern, Tor und Pforte. Die Gebäude sind privat und nicht als Museum zugänglich; von außen sind die L-förmigen Wirtschaftsgebäude, die Außentreppe mit Holzgeländer und die Scheune vom Ende des 18. Jahrhunderts zu sehen.
Die Mühle ist ein häufiger Drehort: Hier entstanden Szenen für die Serie Byli jednou dva písaři von Ján Roháč nach Flauberts Roman Bouvard und Pécuchet, für die tschechischen Filme Bestiář, Hlava – ruce – srdce und Signál sowie für den amerikanischen Film Die Bourne Identität. Auch der Maler Mikoláš Aleš hielt sich hier auf.
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