Hradiště Vraclav, Mittelalterliche Befestigung in Vraclav, Tschechische Republik.
Hradiště Vraclav ist eine frühmittelalterliche Wallburg auf einem Sporn der Svitavy-Hügel auf etwa 330 Metern Höhe am Nordrand von Vraclav. Ihre Akropolis war im Südosten durch eine Mauer geschützt, deren Wall bis zu sechs Meter hoch erhalten ist; im Zentrum lag ein Gräberfeld. Auf dem Wall steht ein Denkmal von 1908.
Die in zeitgenössischen Quellen Vratislav genannte Burg wurde als přemyslidischer Verwaltungssitz an der Trstenicer Straße gegründet, vermutlich um das Jahr 1000. 1108 ließ Fürst Svatopluk hier die Mitglieder der Familie Vršovci töten. 1226 verwaltete sie der Kastellan Byčen; im 13. Jahrhundert ging ihre Rolle an Vysoké Mýto über, und der Ort wurde verlassen.
Der Name Vraclav geht auf die frühmittelalterliche Form Vratislav (Wratizlau) zurück, die in zeitgenössischen Quellen belegt ist. Der Ort wird traditionell mit Fürst Vratislav II. verbunden, doch Münzfunde deuten auf eine Errichtung um das Jahr 1000 hin. Ein 1908 auf dem Wall errichtetes Denkmal erinnert an den 800. Jahrestag des Vršovci-Massakers.
Der Zugang ist frei über einen grün markierten Wanderweg von Vraclav nach Svatý Mikuláš. Der bis zu sechs Meter hohe Wall der Akropolis steht auf dem Sporn in etwa 330 Metern Höhe; auf ihm befindet sich ein Denkmal von 1908.
Auf dem bis zu sechs Meter hohen Wall der Akropolis steht ein Denkmal, das 1908 zum 800. Jahrestag des Massakers an den Vršovci errichtet wurde, das Fürst Svatopluk hier 1108 anordnete. Als archäologische Fundstelle war der Ort bereits vor 1789 bekannt.
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