Tylův domek v Třeboni, Kulturdenkmal in Třeboň, Tschechische Republik
Tylův domek ist ein kleines zweigeschossiges Haus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, das außerhalb der Stadtmauer am Goldenen Kanal steht und mit seinem Garten von einer Mauer umgeben ist. Die klassizistische Fassade hat zwei rechteckige Fenster und ein Medaillon J. K. Tyls mit einem stilisierten Girlandenkranz, in den eine Trikolore eingeflochten ist. Es liegt in der reinen Fußgängerstraße Tylova ulička.
Das Gartenhaus entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hinter der Stadtmauer am Goldenen Kanal. Von Januar bis März 1856 wohnte Josef Kajetán Tyl dort kostenlos mit seiner Familie, eingeladen von Vojtěch Zítek, einem Kanzlisten des Bezirksgerichts und Laienschauspieler. 1936 wurde zum 80. Todestag Tyls ein Museum eingerichtet, das während der Besatzung schloss und nach dem Krieg nicht wiedereröffnet wurde.
Das Fassadenmedaillon von Josef Kajetán Tyl ist von einem stilisierten Girlandenkranz mit eingeflochtenem Trikolore-Band in den Nationalfarben umgeben. Tyl wohnte hier mit seiner Familie von Januar bis März 1856 in zwei Räumen des Gartenhauses.
Die Tylova-Straße ist eine reine Fußgängergasse am rechten Ufer des Goldenen Kanals, außerhalb der Stadtmauern und nicht Teil des Stadtrings. Haus und ummauerter Garten liegen am Rand der Altstadt, wenige Schritte vom Hradecer Tor. Nur die untere der beiden Stuben ließ sich heizen.
Neben dem Haus steht ein eingriffliger Weißdorn (Crataegus monogyna), dessen Alter das Botanische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Třeboň mit über 200 Jahren angibt. Er ist ein Baum, kein Strauch, und zählt damit zu den ältesten Gehölzen dieses Stadtteils.
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