Tvrziště Závada, Mittelalterliche Festung in Závada, Tschechische Republik.
Tvrziště Závada ist eine mittelalterliche Befestigung in einem Dorf in Mähren-Schlesien, die auf erhöhtem Gelände liegt und Merkmale mittelalterlicher Verteidigungsarchitektur zeigt. Die Ruine lässt sich heute noch an ihrer Lage und teilweise vorhandenen Strukturen erkennen.
Die Burg entstand im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts, zunächst im Besitz der Benešovici, später der Herren von Drahotuš. Wahrscheinlich wurde sie 1318 erstmals vom Troppauer Herzog Nikolaus II. eingenommen. In den Hussitenkriegen veranlasste die Zugehörigkeit ihrer Besitzer zu den Hussiten deren Gegner zur Eroberung. Das unterhalb gelegene Dorf Závada ist erstmals 1349 schriftlich belegt.
Die Anlage zeigt, wie Menschen im Mittelalter ihre Siedlungen durch erhöhte Positionen schützten und beherrschten damit das umliegende Land. Der Ort war nicht nur Wehr, sondern auch Symbol der Macht derjenigen, die hier herrschten.
Der Ort ist am besten über Wanderwege zu erreichen, die vom Zentrum des Dorfes Závada aus beginnen und zur erhöhten Anlage führen. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände uneben ist.
Grabungen 1953, 1979–1980 und 2005 förderten mittelalterliche Keramikscherben, Metallgegenstände und einen Hundeschädel aus dem 13. bis 15. Jahrhundert zutage. Eine Scherbe stammte aus der älteren Lausitzer Urnenfelderkultur, also aus einer Zeit lange vor der Anlage.
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