Bell tower in Vyskytná, Glockenturm in Vyskytná, Tschechische Republik
Der Glockenturm von Vyskytná ist ein freistehender zweigeschossiger Holzbau auf einem hohen quadratischen Sockel aus Trockenmauerwerk. Das Holzgerüst ist mit Brettern verschalt und wird von einem pyramidalen Schindeldach mit Knauf und Kreuz bekrönt. Ein hölzernes Portal dient als Eingang.
Wann der Turm entstand, ist unbekannt; die Angaben nennen das 13. Jahrhundert oder eine spätere Zeit. Der Glockenstuhl stammt wahrscheinlich aus einem Umbau des 17. Jahrhunderts oder aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 2010–2011 wurde der Turm für rund 570 000 CZK vollständig erneuert, finanziert von Pfarrei, Gemeinde und Region Vysočina; 2021 wurde die Konstruktion mit Unterstützung der Region neu gestrichen.
Der Turm gehört zur römisch-katholischen Pfarrei Vyskytná in der Diözese České Budějovice. Eine Sage erzählt von einer Spinnerin, die beim Spülen des Garns eine Glocke im Bach fand; die Nachbarn hängten sie im Turm auf, und als Diebe aus Jihlava sie stahlen, flog die Glocke nach Vyskytná zurück. Die Glocke Maria von 1952 läutet nur beim Tod von Einwohnern.
Die Türme können am besten bei Tageslicht besichtigt werden, wenn die Details der Konstruktion deutlich sichtbar sind. Der Ort ist über lokale Wege leicht zu erreichen, erfordert aber angemessene Schuhe für unbefestigte Wege.
Die beiden Glocken hatten unterschiedliche Schicksale: Die 1555 gegossene Prokop-Glocke, 80 cm hoch und einen Meter im Durchmesser, überstand beide Weltkriege und wird seit 1999 elektrisch angetrieben; die Maria-Glocke von 1952 läutet nur beim Tod von Einwohnern. Eine Sage erzählt, eine im Bach gefundene Glocke sei nach einem Diebstahl aus Jihlava zurückgeflogen.
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