Řepice, Befestigtes Haus in Řepice, Tschechische Republik
Řepice ist eine teilweise verschwundene Feste im gleichnamigen Dorf nordöstlich von Strakonice. Von der einstigen Adelssitzanlage sind nur Fragmente erhalten: ein Renaissance-Getreidespeicher in der Dorfmitte, ein Garten mit Westmauer und zwei anliegenden Bastionen, der zwei Meter hohe Torso einer dritten Bastion und die Stelle einer vierten, die vollständig verschwand.
Die Feste Řepice wurde im 14. Jahrhundert gegründet; Purkart von Řepice ist 1298–1342 als Besitzer des Dorfes belegt. Jan Řepický von Sudoměř ließ sie um 1500 umfassend umbauen, und eine Teilungsurkunde von 1528 nennt neu errichtete gewölbte Kammern. 1552 verkaufte Kateřina von Šternberk sie an Jan den Älteren Hodějovský von Hodějov, der ab 1555 dort residierte und die alte Feste im Renaissancestil umbauen ließ. 1620 nahmen kaiserliche Truppen unter Martin de Hoeff-Huerta sie ein und brannten sie nieder.
Der Name der Feste stammt vom Dorf Řepice, dessen Besitzer seit dem 15. Jahrhundert den Titel Řepický ze Sudoměře führten. Jan starší Hodějovský z Hodějova, ab 1555 hier ansässig, sammelte eine große Bibliothek und empfing Dichter, wodurch der Ort zu einem Zentrum des tschechischen Humanismus wurde. Die Gartenmauer mit Bastionen ist als Kulturdenkmal geschützt.
Die Anlage liegt im Dorf Řepice, nordöstlich von Strakonice in Südböhmen. Der Renaissance-Speicher steht in der Ortsmitte, während die Gartenmauer mit zwei Bastionen und ein zwei Meter hohes Fragment einer dritten am Ortsrand erhalten sind. Die Reste sind von den umliegenden Gassen aus frei zu sehen; der Speicher ist nicht als Museum eingerichtet.
Von den vier Eckbastionen, die einst die Mauern der Feste verstärkten, sind nur zwei erhalten; von der dritten blieb ein zwei Meter hoher Mauerstumpf, die vierte verschwand vollständig, an ihrer Stelle stehen heute Wohnhäuser. Die Gartenumfriedung mit den Bastionen steht als Kulturdenkmal unter Schutz.
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