Čap, Mittelalterliche Ruinen in Zátyní, Tschechische Republik
Čap ist eine verschwundene Felsenburg auf einem Sandsteinsporn bei Zátyní im Landschaftsschutzgebiet Kokořínsko – Máchův kraj. Erhalten sind nur in den Fels gehauene Anlagen: ein weitgehend mit eingeschwemmtem Material verfüllter Keller und eine runde Vertiefung von 2,8 Metern Durchmesser, deren Wand in etwa drei Metern Tiefe zur Mitte zurückweicht und so eine Terrasse um einen kleineren Zylinder bildet, wahrscheinlich als Kühl- oder Vorratsgrube genutzt. Ein teils natürlicher, teils in den Fels gehauener Graben trennt den Kern, der das Vorfeld um drei Meter überragt.
Čap wurde wahrscheinlich von Jindřich Berka von Dubá zwischen 1391 und 1402 gegründet, da es im Verzeichnis seiner Güter von 1391 fehlt. Die einzige schriftliche Erwähnung stammt von 1402, als die Burg bei der Teilung des Erbes an seinen Sohn Václav Berka von Dubá fiel. Václav verkaufte die Herrschaft bald an Helfenburk und residierte ab 1403 in Zakšín oder Vidim; Čap blieb verlassen.
Die Tschechische Republik hat Čap als geschütztes Kulturdenkmal eingestuft und erkennt seine Rolle bei der Erhaltung des architektonischen Erbes der Region an.
Der Ort ist von Zátyní aus über Wanderwege erreichbar, die von dem Dorf hinaufführen. Besucher sollten sturmes Schuhwerk mitbringen und die Gegend bei Tageslicht erkunden, da manche Bereiche unwegsam sein können.
Das runde, in den Fels gehauene Objekt hat einen Durchmesser von 2,8 Metern; in etwa drei Metern Tiefe tritt seine Wand zurück und bildet eine Terrasse um einen kleineren Zylinder, weshalb es wohl als Kühl- oder Vorratsgrube diente.
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