Řivnáč, Archäologische Festung in Tschechische Republik.
Řivnáč ist ein prähistorisches Befestigungslager auf einem erhöhten Gelände in der Tschechischen Republik. Die Anlage besteht aus sichtbaren Wallresten und Ruinen, die das Gelände prägen.
Řivnáč wurde im Äneolithikum von Trägern der Řivnáč-Kultur besiedelt, die nach diesem Berg benannt ist. Im 19. Jahrhundert war es die erste erforschte äneolithische Höhensiedlung Böhmens; Čeněk Ryzner grub 1881–1883, Ivan Borkovský untersuchte 1948 die spärlichen Reste der Wallanlage. Gefunden wurden Řivnáč-, Kugelamphoren-, Trichterbecher- und Glockenbecherkeramik, eine frühmittelalterliche Besiedlung und über hundert Denare um 1012.
Der Ort zeigt, wie frühe Gemeinschaften ihre Siedlungen befestigten und verteidigten. Die Ruinen und Funde erzählen von Lebensweisen, die sich über lange Zeit entwickelten.
Markierte Wanderwege führen zur Ausgrabungsstätte hinauf, und Informationstafeln erklären unterwegs, was man sieht. Die beste Zeit zum Besuch ist außerhalb von Regen und bei guter Sicht, um die Umgebung vom Hügel aus zu genießen.
In den Siedlungsgruben von Řivnáč fanden Archäologen erstmals in Tschechien Lehmbewurf mit Abdrücken von Pfosten und Flechtwerk. Das führte zu der Annahme, dass vorgeschichtliche Häuser einen eingetieften Boden und lehmverputzte Wände hatten. Zudem kamen hier über hundert Denare aus der Zeit um 1012 zutage.
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