Konew-Statue, Kriegsdenkmal in Prag 6, Tschechische Republik.
Die Statue von Ivan Konev ist ein Granitdenkmal mit einer überlebensgroßen Bronzefigur des sowjetischen Marschalls, der einen Fliederstrauß hält; Bildhauer war Zdeněk Krybus, die architektonische Gestaltung stammte von Vratislav Růžička. Sie stand von 1980 bis 2020 auf dem Náměstí Interbrigády in Prag 6-Bubeneč, nahe der Straße Jugoslávských partyzánů.
Das Denkmal wurde 1980 errichtet und würdigt einen sowjetischen Marschall, der 1945 an der Befreiung Prags von der Besatzung beteiligt war. Seine Entfernung im Jahr 2020 spiegelt die veränderte historische Bewertung dieser Ereignisse wider.
Der Fliederstrauß in der Hand der Statue verweist auf die Blumen, mit denen Prager laut Berichten die am 9. Mai 1945 aus Norden eintreffenden sowjetischen Panzer begrüßt haben sollen. Seit den 1990er-Jahren kam es am Denkmal zu Protesten; es wurde wiederholt mit Parolen beschrieben oder mit roter Farbe übergossen, besonders zum Jahrestag des Einmarschs von 1968.
Das Denkmal wurde 2020 abgebaut und befindet sich derzeit in einem Depot, nicht am ursprünglichen Standort. Wer sich mit diesem Kapitel der Stadtgeschichte auseinandersetzen möchte, sollte sich informieren, ob eine Museumspräsentation geplant ist.
2018 ließ die Stadt neue Informationstafeln in Tschechisch, Russisch und Englisch anbringen, enthüllt am 21. August um 14.35 Uhr, dem Jahrestag des Einmarschs des Warschauer Pakts 1968. Sie erinnerten an Konews Rolle bei der Niederschlagung des Ungarnaufstands 1956 und bei der Berlin-Krise 1961. Die Botschaften Russlands, Weißrusslands, Armeniens, Aserbaidschans und Kasachstans protestierten in einem Brief.
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