Cubist Lamp Post, Kubistische Straßenlaterne am Jungmann-Platz, Prag, Tschechische Republik.
Der kubistische Laternenposten auf dem Jungmannplatz ist eine Skulptur aus Kunststein mit ausgeprägten geometrischen Formen und abgestumpften Pyramiden, die präzise facettiert sind. Das funktionsfähige Straßenlicht sitzt an der Ecke einer Passage zur Kirche Unserer Lieben Frau und verbindet alltägliche Stadtbeleuchtung mit künstlerischem Design.
Der Entwurf stammt von Architekt Emil Kralíček aus dem Jahr 1913 und entstand während der Umgestaltung des angrenzenden Adam-Apotheken-Gebäudes. Diese Zeitperiode markierte einen Wendepunkt, als traditionelle Straßenmöbel erstmals mit modernen künstlerischen Idealen verschmolzen.
Die Laterne verkörpert die tschechische Interpretation französischer kubistischer Prinzipien und zeigt, wie Prag Kunstbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts aufgriff. Der eckige Entwurf war Teil eines größeren künstlerischen Wandels, der Architektur und Stadtdesign in dieser Epoche prägte.
Das Objekt steht im Herzen Prags, in der Nähe des Wenzelsplatzes und des Museums Haus der Schwarzen Madonna, und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Es befindet sich an einer belebten Ecke, die Zugang zu mehreren touristischen Zielen bietet und bei jedem Wetter sichtbar ist.
Dieses Objekt bleibt das einzige Straßenlicht mit kubistischem Design, das jemals in einer europäischen Stadt gebaut wurde. Seine Existenz zeigt, wie Künstler jener Zeit sogar alltägliche Gegenstände in Rahmen der modernen Kunstbewegung neu erfanden.
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