Palác Archa, Rondokubistisches Bankgebäude in der Prager Neustadt, Tschechische Republik.
Die Bank der Tschechoslowakischen Legionen ist ein Bankgebäude im Rondocubismus-Stil in der Altstadt von Prag mit weißem Marmor, geschwungenem Glasdach und rot-weißen Marmormosaiken. Der Innenraum zeigt aufwendig gestaltete Oberflächen und wurde mit eigens für das Gebäude entworfenem Mobiliar ausgestattet.
Das Gebäude wurde zwischen 1921 und 1923 errichtet und spielte eine Schlüsselrolle bei der Etablierung des Bankensystems in der frühen Tschechoslowakei. Seine Entstehung fällt in eine Zeit der Konsolidierung der neuen Republik nach dem Zusammenbruch der Österreich-Ungarischen Monarchie.
Die weiße Marmorfries von Otto Gutfreund zeigt die Reise der Tschechoslowakischen Legion durch Sibirien während der Russischen Revolution. Diese Darstellung prägt das Aussehen des Eingangsbereichs und erzählt eine wichtige Geschichte aus der Zeit der Staatsgründung.
Das Gebäude befindet sich an der Adresse Na Poříčí 24 und ist von außen leicht erkennbar durch seinen charakteristischen Marmor und das gewölbte Glasdach. Es funktioniert heute als moderne Bankfiliale und hat reguläre Öffnungszeiten wie ein typisches Finanzinstitut.
Der Architekt Josef Gočár entwarf nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch das gesamte Mobiliar und die Inneneinrichtung als ein zusammenhängendes Kunstwerk. Diese ganzheitliche Herangehensweise macht das Innere zu einem seltenen Beispiel von Designkoherenz aus dieser Epoche.
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