Táborská brána, Tor in der Festung Vyšehrad, Tschechische Republik.
Die Táborská brána ist ein Tor der Spätrenaissance in der südöstlichen vorgeschobenen Befestigung von Vyšehrad in Prag. Ihre in die Kurtine eingelassene Hauptfassade hat ein Portal aus großen behauenen Steinquadern mit halbkreisförmigem Eingang; das von Gesimsen gerahmte Obergeschoss wird durch vier toskanische Säulen gegliedert, zwischen denen auf beiden Seiten je zwei unterschiedlich große Schießscharten liegen. Ein vertieftes Feld in der Mitte des Obergeschosses war wohl für ein Wappen bestimmt, das fehlt. Über dem oberen Gesims befindet sich eine Attika mit angedeuteten Zinnen; die Innenseite ist einfacher, mit einem Steinportal, zwei Fenstern im Obergeschoss und einem Dach über dem Bandgesims.
Das Táborská-Tor wurde wahrscheinlich um 1640 im Zusammenhang mit dem Bau der ersten Eckmauer der vorgeschobenen Befestigung von Vyšehrad errichtet. Eine deutlich spätere Entstehung, etwa in den 1620er Jahren, schließen die Quellen nicht aus. 1931 wurde links der Hauptfassade ein Fußgängerdurchgang durch den Wall gebrochen.
Der Name des Tors verweist auf die Straße nach Tábor in Südböhmen, aus deren Richtung Reisende Vyšehrad erreichten. Die Außenfassade sitzt in der Kurtine: ein halbrundes Portal aus großen behauenen Steinquadern, darüber ein von Gesimsen gerahmtes Obergeschoss mit vier toskanischen Säulen. Zwischen den Säulen liegen beiderseits zwei unterschiedlich große Schießscharten; in der Mitte war ein vertieftes Feld wohl für ein Wappen bestimmt, das heute fehlt.
Das Tor öffnet sich im Südosten, von Nusle und Pankrác her, wo die Straße V pevnosti in die Na Pankráci übergeht. Die Hauptfassade ist diesem Zugang zugewandt und in die Kurtine eingelassen. Seit 1931 ist links neben der Front ein eigener Fußgängerdurchgang durch den Wall gebrochen, der einen zweiten Zugang bietet.
Das Obergeschoss des Tores hat ein vertieftes Mittelfeld, das wohl für ein Wappen bestimmt war, das nie angebracht wurde. Vier toskanische Säulen rahmen dieses leere Feld zwischen den Schießscharten, und die Attika über dem Gesims trägt nur angedeutete Zinnen.
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