Maria Loreto, Wallfahrtskomplex in Starý Hrozňatov, Tschechische Republik.
Poutní areál Maria Loreto ist ein Wallfahrtskomplex in Starý Hrozňatov im Westen Tschechiens, dessen Kern eine Kapelle bildet, die von Kreuzgängen umschlossen wird und einen rechteckigen Innenhof schafft. Ein Pfad mit mehreren Stationen führt durch das Gelände und die umliegende Landschaft.
Der Jesuitenrektor Jan Jiří Dasselmann gründete die Anlage im Jahr 1664 nach dem Vorbild des italienischen Wallfahrtsortes Loreto. Der Komplex wurde später durch Klostergebäude und Kapellen erweitert, die das heutige Erscheinungsbild prägen.
Die Anlage zieht Pilger aus Deutschland und Tschechien an, die den Weg gemeinsam zurücklegen und an den Stationen innehalten. Dieses grenzüberschreitende Miteinander ist heute noch deutlich spürbar, wenn man die Gruppen durch den Innenhof gehen sieht.
Der Komplex ist in den Sommermonaten zugänglich, wobei die Kapelle und der Pfad an Werktagen und Sonntagen begehbar sind. Für den Weg durch das Gelände und das umliegende Terrain empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Einst schlug ein Blitz in die Mauern des Komplexes ein, verschonte aber das Gemälde der Jungfrau Maria im Inneren der Kapelle vollständig. Wer genau hinschaut, kann noch heute im Inneren Spuren des Blitzeinschlags erkennen, die den ursprünglichen Putz und den Stein darunter sichtbar machen.
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