Vila Hermína, Villa in Černín, Tschechische Republik
Vila Hermína ist eine zeitgenössische Villa am Rande von Černín, die auf einem abschüssigen Gelände errichtet wurde und durch wechselnde ebene und geneigte Bodenflächen geprägt wird. Das gesamte Gebäude ist mit rosa Polyurethanschaum isoliert, wobei die Wände jeweils nur eine einzige Öffnung aufweisen.
Die Villa wurde von Architekten Petr Hájek, Tomáš Hradečný und Jan Šépka entworfen und zwischen 2000 und 2009 erbaut, wobei umfangreiche Planungsprozesse erforderlich waren. Das Projekt entstand in einer Zeit, als experimentelle Wohnarchitektur in Tschechien zunehmend Anerkennung fand.
Die Villa hat eine moderne Architektursprache entwickelt, die sich deutlich vom traditionellen Baustil der Region unterscheidet und zeitgenössische Designprinzipien umsetzt. Besucher bemerken sofort die ungewöhnliche Gestaltung mit ihren schrägen Ebenen und minimalistischen Öffnungen, die das Gebäude von anderen Wohnhäusern abheben.
Die Vila Hermína ist ein privates Wohnhaus und nicht öffentlich zugänglich; sie lässt sich nur von der Straße am Rand von Černín aus betrachten. Das Haus steht auf abschüssigem Gelände; die Nordwand mit dem Eingang hat kein Fenster, jede der drei übrigen Wände genau ein großes rahmenloses Fenster. Der rosa Anstrich wird etwa alle zehn Jahre erneuert und muss nicht rosa bleiben.
Die rosa Farbe der Polyurethan-Fassade geht auf den Anstrich zurück, den der deutsche Architekt Ludwig Leo an der Wasserleitung des Berliner Instituts für Wasserbau verwendete. Das Haus hat keine Dachrinnen, Regenwasser läuft frei über die Wände, und der Anstrich muss etwa alle zehn Jahre erneuert werden.
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