Černý lom, Verlassener Kalksteinbruch in Prag, Tschechische Republik.
Černý lom ist ein aufgelassener Kalksteinbruch im Tal Dalejské údolí bei Prag-Řeporyje auf 307 m Höhe. Seine Hauptwand, ursprünglich bis zu 275 m lang und 30 m hoch, zeigt dunkle silurische Kalksteine, überlagert von hellen devonischen Kalksteinen. Der Bruchboden wurde später mit Bergbauabraum aus den Brüchen Vokounka und Rokle verfüllt.
Der Abbau in diesem ursprünglich Kamčatka genannten Bruch endete um 1919. Anschließend wurde der größte Teil der Sohle mit Bergbauabraum aus den Brüchen Vokounka und Rokle auf der gegenüberliegenden Seite des Dalejské údolí verfüllt. 1923 benannte der Fossiliensammler František Hanuš (1860–1937) den Bruch nach seinen dunklen silurischen Kalksteinen Černý lom.
Der Steinbruch ist nach seinen dunklen silurischen Kalksteinen benannt; der Fossiliensammler František Hanuš (1860–1937) gab ihm 1923 den Namen Černý lom. Seinen westlichen, näher am Steinbruch Mušlovka gelegenen Teil nannte er „Lobolitová stráň“ (Loboliten-Hang), wo nach der Schneeschmelze Lobolithen der Gattung Scyphocrinites von der Größe eines kleinen Balls zu finden waren, deren wenige Millimeter dicke Wände hohle Kammern umschlossen.
Der Steinbruch liegt auf 307 m Meereshöhe im Tal Dalejské údolí bei Řeporyje in Prag, auf dem Katastergebiet von Holyně. Der Grund wurde weitgehend mit Abraum der Brüche Vokounka und Rokle verfüllt, wodurch die ursprüngliche Länge von 275 m und die 30 m hohe Wand teils verschüttet sind. Zugang bietet der markierte Wanderweg 3063 durch das Tal.
Die dunklen silurischen Kalksteine benannte 1923 der Fossiliensammler František Hanuš (1860–1937) als Černý lom (Schwarzer Bruch). In den verwitterten rosafarbenen devonischen Kalken der Ostwand verläuft die weltweite Silur-Devon-Grenze, festgelegt 1972 auf dem Geologenkongress in Montreal am Klonk bei Suchomast. Im Schutt finden Sammler Lobolithen, die Schwimmkörper planktonischer Seelilien.
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