Podzámecký mlýn, Renaissance-Wassermühle in Brandýs nad Labem, Tschechische Republik.
Podzámecký mlýn ist eine Wassermühle in der Straße Na Celné neben der Steinbrücke über die Elbe bei Flusskilometer 865,2. Seine heutige Gestalt geht auf einen vollständigen Umbau 1850–1860 zurück: basilikaler Aufbau, zweigeschossiger Mitteltrakt, niedrigere Seitentrakte mit Attika, Mansarddach mit je drei Gauben und Fassaden mit neuromanischen und neugotischen Elementen. Im Inneren ist eine Francis-Turbine von 1930 erhalten.
Eine Wassermühle mit Renaissancekern ist für 1603 belegt; sie steht am Platz einer älteren Mühle und war mit zehn Rädern die größte Mühle Böhmens. Beim Umbau von 1848 wurde eine Schleiferei für Halbedelsteine eingerichtet, und 1850–1860 entstand ein neuer Trakt am Fluss neben dem ehemaligen Zollhaus. Nach dem Hochwasser von 1933 wurde die Technik auf 600 Zentner Getreide pro Tag modernisiert; 1948 wurde die Mühle verstaatlicht und der Prager Firma Odkolek angeschlossen.
Die Mühle zeigt, wie wichtig Wasserkraft für die tägliche Arbeit in dieser Region war. Man kann sehen, wie das Gebäude direkt am Fluss liegt und die Infrastruktur für den Mühlenbetrieb nutzte.
Das Gebäude ist für Besucher nicht zugänglich, aber man kann die Außenfassade und die Konstruktion von der angrenzenden Steinbrücke aus betrachten. Von dort aus hat man die beste Sicht auf die Gebäudeseite und die Wasserkraftanlage.
Der Ablaufkanal der Mühle wurde 1980 zu einer künstlichen Slalomstrecke für Kajaks umgebaut; das Wasser, das einst die Räder trieb, durchfließt heute neben der Steinbrücke einen Wildwasserkanal. Im Gebäude ist eine Francis-Turbine von 1930 erhalten.
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