Winfield, Ghost Town in Colorado
Winfield ist eine verlassene Bergbausiedlung in der Sawatch Range, wo hölzerne Strukturen aus der Silberzeit der 1880er Jahre in der dünnen Bergluft erhalten geblieben sind. Die Gebäude zeigen, wie Bergleute und ihre Familien in dieser abgelegenen Höhe lebten und arbeiteten.
Die Siedlung entstand in den 1880er Jahren während des Silberrauschs, als Prospektoren in die Sawatch Range vordrangen. Nach dem Zusammenbruch der Silberpreise 1893 verließen die meisten Bewohner schnell die Stadt, und bis zu den 1920er Jahren war der Ort praktisch leer.
Winfield bietet einen seltenen Einblick in das soziale Leben der Bergbaustädte des späten 19. Jahrhunderts. Die noch stehenden Gebäude zeigen, wie Familien und Arbeiter im großen Abstand zueinander ihren Alltag gestalteten – das Lebensmittelgeschäft war zugleich Versorgungszentrum und Treffpunkt, während die Anordnung der Hütten zeigt, wie Nachbarn in langen Wintern zusammenhielten. Beim Spaziergang über das Gelände fallen Details wie handgesägte Balken und steinerne Fundamente auf, die die Einfallsreichtum beim Bau in der Höhe widerspiegeln. Die Anordnung der Stadt deutet auch auf die Zuversicht der Silberboomjahre hin, als die Menschen glaubten, dass diese abgelegenen Lagerplätze zu festen Siedlungen werden könnten.
Der Ort liegt über 10.000 Fuß (3.000 m) hoch und ist nur über eine unebene Bergstraße erreichbar, die sorgfältiges Fahren erfordert. Das Gebiet ist zu Fuß erkunden, wobei man zwischen alten Holzhütten, dem ehemaligen Laden und anderen Strukturen spazieren kann.
Bergleute nutzen die arktischen Winter, um Fleisch und Vorräte in schneegepackten Kammern zwischen den Gebäuden zu lagern, wodurch natürliche Kühlräume entstanden, die teilweise noch heute zwischen den Holzruinen sichtbar sind.
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