Madison Street Bridge, Historische Brücke über den Willamette River in Portland, Vereinigte Staaten.
Die Madison Street Bridge war eine Überquerung über den Willamette River, die die Madison Street am westlichen Ufer mit der Hawthorne Avenue am östlichen Ufer verband. Das Bauwerk war bekannt dafür, dass es eine bewegliche Zugbrücke mit offenen Spannfeldern hatte, die Flussverkehr ermöglichte.
Die erste Brücke wurde 1891 von der Pacific Bridge Company fertiggestellt und funktionierte zunächst als Mautbrücke, bis die örtliche Bevölkerung sie für 145.000 Dollar kaufte. Ein tragischer Unfall 1893 führte zu sieben Todesfällen, als ein Straßenbahnwagen von der offenen Zugbrücke fuhr und die schwerste Brückenkatastrophe der Stadt markierte.
Das Ostende der Brücke lag in der Stadt East Portland, bis diese im Juli 1891 mit Portland fusionierte; in den ersten Monaten verband sie also zwei getrennte Gemeinden. Die Maut endete am 18. November 1891, als ein Komitee aus acht Portlander Einwohnern die Brücke für 145.000 Dollar kaufte. Die Straßenbahnen der Portland Railway, Light and Power Company fuhren über sie.
Die Brücke existiert nicht mehr: Am 20. Januar 1909 wurde sie gesperrt, weil Treibgut bei Hochwasser sich an ihren Pfeilern staute; Tragwerk und Pfeiler wurden im August und September 1909 abgebrochen. Ihre Trasse wurde für die Hawthorne Bridge wiederverwendet, die am 19. Dezember 1910 eröffnete und heute von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Die alte Brücke verband die Madison Street am Westufer mit der Hawthorne Avenue am Ostufer.
Das Bauwerk wurde 1900 vollständig neu errichtet und erhielt damals Verbesserungen, die es zu einer der technisch fortschrittlicheren Strukturen der Zeit machten. Diese Rekonstruktion folgte dem tragischen Unfall von 1893 und spiegelte das wachsende Vertrauen in moderne Ingenieurtechniken wider.
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