Bowling-Green-Massaker, Politisches Desinformationsereignis in Bowling Green, Kentucky, Vereinigte Staaten
Bowling Green massacre bezeichnet eine erfundene terroristische Bedrohung, die 2017 während Fernsehinterviews zur Verteidigung von Einwanderungsbeschränkungen erwähnt wurde. Die Darstellung bezog sich auf eine Stadt in Kentucky, obwohl dort nie ein solcher Angriff stattgefunden hatte.
Zwei Männer irakischer Herkunft wurden 2011 in Bowling Green verhaftet, weil sie versuchten, Waffen an eine terroristische Organisation zu senden. Dieser reale Vorfall wurde später in Interviews mit einem erfundenen Massaker verwechselt, das nie stattgefunden hatte.
Der Vorfall wurde zu einem Beispiel dafür, wie sich Falschinformationen in politischen Debatten verbreiten, während die Stadt selbst zur Kulisse dieser Erzählung wurde. Einwohner und Beobachter nutzen den Begriff weiterhin als Warnung vor leichtfertigen Behauptungen ohne Grundlage.
Das Thema wird regelmäßig in Schulungen über Medienkompetenz und kritisches Denken behandelt, besonders wenn es um die Überprüfung von Aussagen geht. Journalist und Rechercheure verwenden den Vorgang als Lehrmaterial für die Bewertung öffentlicher Erklärungen.
Nutzer aktivierten auf Facebook die Funktion zur Sicherheitsüberprüfung für dieses nicht vorhandene Ereignis und zeigten damit, wie Plattformen ungeprüfte Meldungen verstärken können. Wohltätigkeitswebsites wurden als satirische Reaktion eingerichtet, um Spenden für die Opfer dieser Erfindung zu sammeln.
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