Kerbela, Religiöses Pilgerzentrum im zentralen Irak
Karbala ist eine Stadt im zentralen Irak mit über 700.000 Einwohnern und liegt im Gouvernement Karbala etwa 90 Kilometer südwestlich von Bagdad in der Wüstenregion zwischen Euphrat und arabischer Wüste. Die Stadt erstreckt sich über ein weites Gebiet mit einer von Mauern umgebenen Altstadt im Norden und modernen Vierteln, die sich nach Süden hin ausbreiten.
Im Jahr 680 fand hier die Schlacht von Karbala statt, bei der Husain ibn Ali, der Enkel des Propheten Mohammed, zusammen mit seinen Anhängern ums Leben kam. Dieser Konflikt prägte die Spaltung zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen und machte die Stadt zu einem zentralen Ort der Erinnerung.
Der Name Karbala leitet sich von den arabischen Wörtern für Kummer und Prüfung ab, was die emotional aufgeladene Atmosphäre während religiöser Feiern widerspiegelt. Pilger tragen oft schwarze Kleidung als Zeichen der Trauer und nehmen an öffentlichen Prozessionen teil, die durch die engen Gassen der Altstadt ziehen.
Die Stadt kann über Hauptstraßen erreicht werden, die vom Rest des Irak aus führen, wobei der Verkehr während religiöser Feiertage erheblich zunimmt. Besucher sollten Kleidung tragen, die Arme und Beine bedeckt, und sich der großen Menschenmengen bewusst sein, die sich in den Straßen rund um die Heiligtümer versammeln.
Die örtliche Bani Asad-Stammesgemeinschaft führte die ersten Bestattungsriten nach der Schlacht durch und legte damit die Grundlagen für die heutigen Grabstätten. Einige Pilger tragen kleine Tontafeln aus Karbala-Erde mit sich, die sie während des Gebets auf den Boden legen.
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