Hatra, Antike befestigte Stadt im Gouvernement Ninawa, Irak
Hatra ist eine antike befestigte Stadt im Gouvernement Ninive im Nordirak, die heute als archäologische Stätte und Weltkulturerbe geschützt wird. Runde Mauern mit zahlreichen Türmen umschließen Tempel, Wohngebäude und Plätze, die sich im sandigen Zentrum der Anlage verteilen.
Die Stadt entstand um das dritte Jahrhundert vor unserer Zeit als Handelsposten auf der Route zwischen Mittelmeer und Indien. Sie widerstand römischen Angriffen im zweiten Jahrhundert, bis die Sassaniden sie im Jahr 241 zerstörten und die Einwohner vertrieben.
Die Bauwerke verbinden griechische Säulen mit persischen Gewölben und arabischen Reliefs, die Götter und mythologische Szenen zeigen. Besucher sehen noch heute Tempelwände mit eingeritzten Namen von Pilgern und Händlern, die vor fast zweitausend Jahren hier beteten.
Die Stätte liegt rund 110 Kilometer südwestlich von Mossul in einer abgelegenen Wüstenregion, die besondere Reisevorbereitungen erfordert. Besucher sollten früh am Tag kommen, um die Mittagshitze zu meiden, und ausreichend Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen.
Der zentrale Tempel bewahrt einen Grundriss mit doppelten Säulenreihen, der eine Form darstellt, die man sonst kaum in der Region findet. Archäologen entdeckten unter dem Boden Münzen und Schmuck, die Pilger als Opfergaben hinterließen.
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